sprachauswahl

07.05.2017

Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Wie beeinflusst die Landtagswahl in Schleswig-Holstein die Bundestagswahl 2017? Kann das nördlichste Bundesland einen Einfluss auf die Bundestagswahl ausüben?

Ereignisse

Am Sonntag den 7. Mai wurde in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Die Koalitionsregierung aus SPD, Grünen und SSW konnte sich dabei nicht behaupten. Insbesondere die SPD hat Stimmen verloren.

Die CDU konnte sich mit einem Stimmenzuwachs als stärkste Kraft durchsetzen, gefolgt von der SPD. Die Grünen sowie die FDP haben deutlich und die AfD knapp über 5% der Wählerstimmen erhalten und ziehen damit ebenso wie die Partei SSW, die von der Fünf-Prozent-Hürde ausgenommen ist, in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein.

Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zur letzten Landtagswahl gestiegen. Gingen 2012 nur knapp über 60% der Wahlberechtigten an die Urnen, waren es in diesem Jahr circa 64%.

Vorläufige Ergebnisse der Landtagswahl in Schleswig-Holstein
Quelle: Der Landeswahlleiter, Schleswig-Holstein

Kommentar

Die Regierungskoalition aus SPD, Grüne und SSW in Schleswig-Holstein wurde abgewählt. Damit konnte die CDU einen klaren Gewinn verzeichnen und eine ehemalige konservative Hochburg zurückgewinnen. Die AfD schaffte es erneut in einen Landtag, auch wenn diese, eher als Protestpartei nicht im Rahmen der Koalitionsbildung Berücksichtigung finden wird. Ganz im Gegenteil zu den Grünen und der FDP.

Der zuvor prognostizierte knappe Kampf zwischen CDU und SPD blieb aus. Damit wurden wiederholt, die im Vorfeld veröffentlichten Umfragen nicht bestätigt. Außerdem zeigte sich kein Vorteil des Amtsbonus für Ministerpräsident Torsten Albig (SPD).
Die leicht angestiegene Wahlbeteiligung setzte sich auch in Schleswig-Holstein fort. Dennoch bleibt eine vergleichsweise hohe Anzahl an Nichtwählern.

Diese Umstände sind auch der Grund, warum diese Landtagswahl in Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl im September so interessant ist. Wiederholt konnte sich die CDU deutlich durchsetzen. Nun auch ohne Amtsbonus. Ein möglicher SPD Aufschwung durch Martin Schulz ist in Schleswig-Holstein nicht eingetreten. Nun bleibt es spannend, wie in NRW am 14. Mai gewählt wird, als letzte "Probe" vor der anstehenden Bundestagswahl im September.

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