15.09.2025

Energiemonitoring: Eine Rückabwicklung der Energiewende wäre ein fatales Signal für KMU

Anlässlich des heute von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgestellten Energiemonitorings bekräftigt der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) sein Bekenntnis zur Energiewende. Das Monitoring muss dazu genutzt werden, um Planungssicherheit und Bezahlbarkeit für kleine und mittlere Unternehmen zu schaffen.  

Steffen Kawohl, DMB-Referent für den Bereich Energiewende, betont: „Im Monitoringbericht ist klar formuliert, dass zur Erreichung der Klimaziele weiterhin die Erneuerbaren Energien in hohem Umfang ausgebaut werden müssen – das ist positiv. Auch ist richtig, dass die Nachfrageseite des Stromsystems durch Digitalisierung und KI flexibilisiert werden soll. Wir begrüßen außerdem, dass im Monitoring Handlungsoptionen betrachtet werden, die das Ziel der Treibhausgasneutralität 2045 nicht gefährden und die Versorgungssicherheit sowie die Kosteneffizienz verbessern. 

Die Energiewende an sich und die bestehenden Klimaziele dürfen jedoch nicht auch nur ansatzweise zur Disposition stehen. Planungssicherheit und Akzeptanz für Unternehmen entstehen nur, wenn der bislang eingeschlagene Pfad der Klimaneutralität optimiert und effizienter gestaltet wird. Nur so wird die Energiewende für KMU kostengünstiger. Betriebe brauchen Verlässlichkeit – daher kommt es jetzt auch darauf an, welche Schlüsse die Bundesregierung aus diesem Monitoring zieht. Hierbei darf es nicht zu einer Rückabwicklung der Energiewende kommen. Dies wäre ein fatales Signal für kleine und mittlere Unternehmen.“ 

Der DMB spricht sich für einen jährlichen Fortschrittsbericht aus, der nicht nur den Status quo des Ausbaus der Erneuerbaren Energien dokumentiert, sondern auch konkrete Ziele und Prognosen zu den Auswirkungen auf die Energiepreise für mittelständische Unternehmen enthält. Der DMB fordert dahingehend unter anderem, dass die Bundesregierung die Stromsteuer nicht nur für die Industrie und Landwirtschaft reduziert, sondern so schnell wie möglich auch für alle Verbraucher. Aus Verbandsicht muss die Bundesregierung hier schnellstmöglich nachjustieren, um auch den eigenen Zusagen gerecht zu werden.