13.05.2026
Scheitern der Entlastungsprämie ist positives Signal für den Mittelstand: Stimmen aus der Wirtschaft wurden gehört
Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) begrüßt ausdrücklich, dass der Koalitionsausschuss sich darauf verständigt hat, die Entlastungsprämie nicht weiter zu verfolgen. Aus Sicht des Verbands ist die Zahlung der Prämie für viele Unternehmen in der aktuellen Wirtschaftslage unmöglich. Darauf hatte der DMB bereits im April nachdrücklich hingewiesen.
Die 1000-Euro-Prämie war der falsche Weg, um Entlastung für den Mittelstand zu schaffen. Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, betont: „Es war für uns nicht nachvollziehbar, warum ein sogenannter Krisenbonus auf die Unternehmen verlagert werden sollte. Schließlich stehen unsere Unternehmen ohnehin unter einem hohen Kostendruck, verschieben bereits Investitionen und sind zu personellen Anpassungen gezwungen.“
Viele kleine und mittlere Unternehmen sind derzeit gar nicht in der Lage, ihren Mitarbeitern eine derartige Prämie zu zahlen. Deshalb ist es aus Verbandsperspektive positiv zu bewerten, dass auch die Koalition die Stimmen aus der Wirtschaft ernst nimmt und die Entlastungsprämie abgeräumt hat. Zuvor hatte der Bundesrat die Pläne nach massiver Kritik aus dem Mittelstand abgelehnt.
Jetzt muss die Bundesregierung den Fokus konsequent auf mutige Strukturreformen legen, die den Mittelstand entlasten und dessen Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die zentralen Hebel sind dabei Bürokratieabbau, niedrigere Steuern und dauerhaft stabile Sozialabgaben.


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