02.09.2019Medienpräsenz

FAZ: Wappnen für den Brexit

Der Termin für den Brexit steht fest, die Bedingungen sind jedoch noch immer ungeklärt. Worauf müssen sich Mittelständler, die mit Großbritannien Geschäfte machen, einstellen?

[...] „Neben der vertraglichen Ausgestaltung ist die machtpolitische Situation in Großbritannien momentan der große Ungewissheitsfaktor“, warnt Marc S. Tenbieg, Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bunds (DMB). [...]

Der „No Deal“ wäre laut Marc S. Tenbieg das schlimmste Szenario für den deutschen Mittelstand. Er gibt zu bedenken, dass dann rund 21.000 EU-Regeln und Gesetze mit UK neu verhandelt werden müssten. „Durch Zölle würden die Waren nicht nur teurer, sondern bestehende Lieferketten auch bedeutend langsamer und logistisch komplizierter für exportierende Unternehmen.“ Er rät daher zu einer Bestandsaufnahme: Welche Beziehungen bestehen zu Großbritannien? Auch Rohstoff- oder Sublieferanten können betroffen sein. Daher muss die gesamte Lieferkette unter die Lupe genommen werden. [...]

„Veränderte Rahmenbedingungen sind für KMU leider immer eine große Herausforderung, da sie in der Regel keine großen juristischen Abteilungen beschäftigen und es an Know-how zu nicht-tarifären Handelshemmnissen schlichtweg fehlt“, warnt Marc S. Tenbieg vom DMB. „Wenn ein wichtiger Kunde oder Lieferant wegfällt, kann das für einen mittelständischen Betrieb schnell geschäftsgefährdend sein."


Quellen- und Autorenangaben

Autor
Charlotte Schmitz

Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Link zum Beitrag (online auf faz.net)

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