19.09.2019Pressemitteilung

DMB zieht mäßige Bilanz zur Halbzeit der Bundesregierung

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) vermisst in der ersten Regierungshälfte Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Die getrübten Konjunkturaussichten fordern eine schnelle Umsetzung der Weichenstellungen. Hoffnung liegt jetzt auf der Umsetzung der Mittelstandsstrategie und der Unternehmenssteuerentlastung. Minister Altmaier muss den positiven Ansätzen Taten folgen lassen und das Wirtschaftsministerium gemäß seiner Ankündigungen in ein Mittelstandsministerium verwandeln.

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) verfolgt kontinuierlich die Regierungsarbeit der großen Koalition nach mittelstandsrelevanten Gesichtspunkten. 40 Versprechen aus dem Koalitionsvertrag wurden überprüft und im Rahmen der Halbzeitbilanz vom DMB bewertet.

Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB) erklärt hierzu: „Die Belange kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) hatten in der ersten Hälfte der Amtszeit keine Priorität. Die Regierungsparteien sind mit dem Versprechen angetreten, den Mittelstand zu stärken. Es gilt das Versprechen endlich einzulösen, zwischenparteiliche Unstimmigkeiten bei Seite zu legen und die Stärkung des Mittelstandes entschieden anzugehen.“

Zur Halbzeitbilanz wird die Umsetzung wichtiger Eckpunkte vermisst. Besonders in den Kernbereichen Arbeit & Soziales, Digitalisierung und in der Finanzpolitik besteht dringender Handlungsbedarf. Während in der Arbeitspolitik besonders arbeitnehmerfreundliche Vorhaben umgesetzt worden sind, bleiben in der Digitalpolitik, bei der Infrastruktur und insbesondere bei der Unternehmensbesteuerung schwerwiegende Defizite bestehen.

Tenbieg fordert deshalb: „Die Ankündigung aus dem Wirtschaftsministerium ein Mittelstandsministerium zu machen ist längst überfällig. Der deutsche Mittelstand droht im internationalen Standortvergleich zurückzufallen.“ Hoffnung liegt nun auf den Plänen der Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Altmaier. „Entlastungen und Investitionen zur Stärkung des Mittelstandes, auch in Hinblick auf die Unternehmensbesteuerung müssen in der zweiten Regierungshalbzeit dringend angegangen werden“, betont der geschäftsführende Vorstand.

Die vollständige Halbzeitbilanz erhalten interessierte Leserinnen und Leser auf der DMB-Website:
www.mittelstandsbund.de/halbzeitbilanz

 

In Kürze

  • DMB zieht mäßige Halbzeitbilanz.
  • Getrübte Konjunkturaussichten fordern eine schnelle Umsetzung mittelstandsfreundlicher Maßnahmen.
  • Besonders in den Kernbereichen Arbeit & Soziales, Digitalisierung und in der Finanzpolitik besteht dringender Handlungsbedarf.
  • Hoffnung liegt jetzt auf der Umsetzung der Mittelstandsstrategie mit Unternehmenssteuerentlastung.
  • Wirtschaftsministerium muss endlich Mittelstandsministerium werden.

 

Über den DMB

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch "Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!" vertritt der DMB die Interessen seiner rund 15.000 Mitgliedsunternehmen mit über 500.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de

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