Kurzprofil - Bulgarien

Die Republik Bulgarien liegt im Osten der Balkanhalbinsel und grenzt im Norden an Rumänien, im Westen an Serbien sowie an Mazedonien und im Süden an Griechenland und die Türkei. Das Land trat erst im Jahr 2007 der Europäischen Union bei und ist damit eines der jüngsten Mitgliedsländer. Da die Bevölkerungsentwicklung bereits seit Ende der 1980er Jahre stark rückläufig ist, zählt Bulgarien zu denen am stärksten vom demografischen Wandel betroffenen Ländern Europas.

Die Wirtschaft Bulgariens verzeichnete besonders zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein solides Wachstum mit Wachstumsraten zwischen fünf und sieben Prozent. Wichtigste Wirtschaftszweige sind die Energieerzeugung, Nahrungsmittelproduktion, Metallindustrie, Landwirtschaft und der Tourismus. Letzterer konzentriert sich vor allem auf die Ostküste des Landes, die ans Schwarze Meer grenzt. Bulgarien hat mit 4,40 Euro pro Stunde die niedrigsten Arbeitskosten innerhalb der EU (EU-Durchschnitt 25,70 Euro), was das Land unter anderem als Standort für Callcenter etabliert hat. Da viele Unternehmen Dienstleistungen in das Niedriglohnland verlagern, ist die Outsourcing Industrie einer der am schnellsten wachsenden Sektoren des Landes. Gemessen am BIP pro Kopf ist Bulgarien das ärmste Land der EU.

Überblick

EU-Mitglied seit: 2007

Hauptstadt: Sofia

Einwohner: 7.153.784 

BIP: 47 Mrd. Euro

BIP pro Kopf: 6.600 Euro

Arbeitslosenquote: 6,6 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirtschaft

Unternehmen: 316.395

Beschäftigte: 1.909.777

Wertschöpfung: 19,5 Mrd. Euro

Exportvolumen: 26,4 Mrd. Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelstand

Unternehmen: 315.749 (≙ 99,8 % aller Unternehmen)
 

  • Kleinstunternehmen: 91,5 %
  • Kleinunternehmen: 7,1 %
  • Mittlere Unternehmen: 1,4 %


Beschäftigte: 1.450.274 (≙ 75,9 % aller Beschäftigten)
 

  • Kleinstunternehmen: 39,6 %
  • Kleinunternehmen: 31,6 %
  • Mittlere Unternehmen: 28,8 %


Wertschöpfung: 12,9 Mrd. Euro (≙ 66,3 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung)
 

  • Kleinstunternehmen: 32,5 %
  • Kleinunternehmen: 32,6 %
  • Mittlere Unternehmen: 34,9 %


Exportanteil: 33 % des gesamten Exportvolumens