09.12.2019Hintergrund

Mittelstand in Zahlen: familieninterne Nachfolge als Option?

Immer weniger KMU-Inhaber/-innen können oder wollen den „Staffelstab“ an ein Familienmitglied weiterreichen.

Immer weniger KMU-Inhaber/-innen können oder wollen den „Staffelstab“ an ein Familienmitglied weiterreichen.

Die familieninterne Unternehmensübergabe – z.B. an die eigenen Kinder – gilt in Deutschland traditionell als die populärste Form der Nachfolgeregelung bei kleinen und mittleren Unternehmen. Statistisch betrachtet ist die Popularität der familiären Nachfolgeregelung in den vergangenen Jahren beständig rückläufig gewesen. Dennoch konnten sich stets mehr Unternehmerin/-innen ein Familienmitglied für die Fortführung des Unternehmens vorstellen, als das Unternehmen beispielsweise an einen externen Käufer oder an die Mitarbeiter zu veräußern.  

Laut dem aktuellen Nachfolge-Monitoring Mittelstand (veröffentlicht am 9.12.2019) der KfW-Research hat nun erstmalig eine andere „Nachfolgevariante“ die meisten Nennungen von Inhaber/-innen erhalten: Demnach ist der Unternehmensverkauf an externe Käufer (z.B. an andere Unternehmen, Existenzgründer oder Investoren) inzwischen die am häufigsten genannte Option (Mehrfachnennung möglich). Jede/r zweite befragte Inhaber/-in (50 Prozent) kann sich demnach externe Käufer für die Nachfolge vorstellen.

Die Übergabe an ein Familienmitglied nannten 44 Prozent. Zum Vergleich: im Jahr 2017 waren es noch 54 Prozent. Eine Übergabe an Mitarbeiter (34 Prozent) und Miteigentümer (27 Prozent) sind ebenfalls häufig genannte Nachfolgevarianten im Mittelstand.     

Der demografische Wandel erschwert die Nachfolgersuche in den kommenden Jahren. Der DMB bietet Unternehmer/-innen Orientierungswissen und Hilfestellungen im Themenbereich Nachfolge.  

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