20.02.2026

Finanzen

CDU-Parteitag: Einkommensteuerreform muss endlich Fahrt aufnehmen!

Die Debatte über eine Anhebung des Spitzensteuersatzes ab 80.000 € nimmt Fahrt auf. CDU und SPD prüfen derzeit Optionen. Für den Mittelstand ist klar: Der sogenannte Mittelstandsbauch trifft längst nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Millionen Unternehmerinnen und Unternehmer in Personengesellschaften, die Einkommensteuer zahlen.

Ein Kommentar von Benjamin Schöfer, Referent für den Bereich Finanzen

Aktuelle Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegen die Schieflage deutlich: 1965 griff der Spitzensteuersatz von 42 % erst ab dem 15-fachen Durchschnittseinkommen. Heute greift er bereits beim 1,5-fachen Vollzeitlohn (69.879 € für Ledige).

Unsere DMB-Forderung: Der Schwellenwert muss deutlich steigen – auf mindestens 80.000 €, besser darüber. Mehr Netto für Mittelständler und Fachkräfte stärkt Investitionen, Konsum und Wachstum.

Eine Gegenfinanzierung ist möglich:  etwa durch den Abbau ineffizienter Subventionen (z. B. fossile Förderungen mit einem Entlastungspotenzial von mindestens 5-10 Mrd. € jährlich) und durch konsequenten Bürokratieabbau. Steuersenkungen refinanzieren sich zudem mittelfristig durch positive Effekte auf Investitionen und BIP-Wachstum.

Die Initiative der MIT auf dem CDU-Parteitag sendet hier das richtige Signal.  Jetzt braucht es Entschlossenheit bei der Umsetzung: für ein Steuersystem, das die Mitte entlastet – und Leistung endlich wieder belohnt. 

Zum Autor

Benjamin Schöfer

Referent Wirtschaft und Politik

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Benjamin Schöfer

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