Echte Anwendungsfälle, echte Lösungen 

DMB Lösungsblog – Mitglieder berichten aus der Praxis: Hier finden Sie konkrete Hilfestellungen 

Sie stehen vor einer Herausforderung? Unsere Mitglieder haben die Lösung 

Kleine und mittlere Unternehmen stehen tagtäglich vor einer Vielzahl von kleinen und großen Herausforderungen: Die ressourcenfressende Bürokratielast, die hohen Energiekosten oder der Fachkräftemangel sind nur die Spitze des Eisbergs. Im unternehmerischen Alltag fehlt oftmals die Zeit, sich eingehend mit konkreten Lösungen zu befassen. 

Genau hier setzt unser Lösungsblog an. Ein Service von DMB-Mitgliedern für DMB-Mitglieder, um gemeinsam voranzukommen. Erfahren Sie praxisnah anhand von echten Anwendungsfällen, wie Sie Probleme nachhaltig lösen. 

Unsere Lösungen: 

Pflegende Fachkräfte im Unternehmen: Vom Tabuthema zu einer lösbaren betrieblichen Aufgabe

Was ist die Herausforderung?

Jede 11. Fachkraft pflegt Angehörige. Für KMU bedeutet das ungeplante Fehlzeiten, Leistungsabfall und überforderte Führungskräfte. Ohne klare Lösungen verlieren Unternehmen stille Leistungsträger genau dann, wenn Fachkräfte ohnehin knapp sind.

  • Warum ist das relevant für Mittelständler?

    Pflegeaufgaben in Familien nehmen mit der Alterung in Deutschland stark zu. In vielen Betrieben wird das Thema erst sichtbar, wenn eine wichtige Fachkraft ausfällt oder ihre Arbeitszeit reduziert. Ohne klare Strukturen entstehen ungeplante Ausfälle, Teamüberlastung und zusätzlicher Druck auf Führungskräfte.

  • Wie sieht die Lösung aus?

    WorkCarePlus zeigt Unternehmen jeder Größe, wie sie Leistungsfähigkeit, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität stärken können – mit praxisnahen Lösungen für Mitarbeitende, die Angehörige pflegen, wenig Aufwand und ohne zusätzliche Bürokratie.
    Am Ende gehört dem Unternehmen ein funktionierendes System – passend zur eigenen Größe und Struktur: von ausgebildeten Pflege-Guides und einem digitalen Pflegekoffer bis hin zu Führungskräften, die Betroffene früh erkennen und sicher handeln können. So wird Pflege im Unternehmen vom Tabuthema zu einer lösbaren betrieblichen Aufgabe.
    Von der strategischen Ausrichtung bis zur Umsetzung im Betrieb entsteht ein System, das sich mit wenig Aufwand einführen lässt und schnell Wirkung zeigt – wirtschaftlich tragfähig und menschlich sinnvoll.

  • Welchen nachweisbaren Nutzen bietet die Lösung?

    Unternehmen mit klaren Lösungen für Mitarbeitende, die Angehörige pflegen, berichten von:
    • weniger pflegebedingten Fehlzeiten
    • geringerer Fluktuation bei betroffenen Fachkräften
    • stabileren Teams und höherer Mitarbeiterbindung
    • mehr Handlungssicherheit für Führungskräfte
    KPI-Fokus: Fehlzeitenquote, Fluktuationsrate, Mitarbeiterbindung, Entlastung von Führungskräften.
     

  • Welche mittelständischen Unternehmen profitieren bereits von der Lösung?

    Der Umgang mit Mitarbeitenden, die Angehörige pflegen, gewinnt im Mittelstand erst an Bedeutung. WorkCarePlus baut aktuell erste Referenzpartnerschaften mit Unternehmen auf, die hier frühzeitig praktikable Lösungen für Mitarbeitende und Führungskräfte etablieren.

Dr. Tobias Dumschat – Inhaber WorkCarePlus. Betriebswirt und Experte für die Auswirkungen von Pflegeaufgaben auf Arbeitsalltag und Unternehmen. +49 171 108 29 11 · dumschat@workcareplus.org · www.workcareplus.org

Foto: WorkCarePlus

Fehlende Planung als Risiko im Mittelstand: Vermeidung von Pflichtverletzungen nach dem StaRUG 

Was ist die Herausforderung?

Viele Geschäftsführer beschränken sich bei der Prognose der Unternehmensentwicklung nur auf die Planung einer GuV zu Jahresbeginn, ohne sie fortzuschreiben. Soll-Ist-Vergleiche und Gegenmaßnahmen bei Abweichungen fehlen meist, ebenso eine sachgerechte oder regelmäßige Liquiditätsplanung. 

  • Warum ist das relevant für Mittelständler?

    In dieser Situation droht Geschäftsleitern eine Pflichtverletzung. Nach § 1 Abs. 1 StaRUG müssen sie fortlaufend überwachen, ob Entwicklungen den Unternehmensfortbestand gefährden, Risiken erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten – Grundlage eines wirksamen Krisenfrüherkennungssystems und -management.

  • Wie sieht die Lösung aus?

    Da der Gesetzgeber keine konkreten Vorgaben zur Krisenfrüherkennung gemacht hat, entwickelte das IDW den Standard S16. Er beschreibt, wie Krisenfrüherkennung und Krisenmanagement auszugestalten sind. Fortbestandsgefährdend sind Entwicklungen, die ohne Gegenmaßnahmen zu spürbar nachteiligen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage führen und das Insolvenzrisiko erhöhen können.
    Zur Erfüllung der Anforderungen des § 1 StaRUG definiert der Standard drei Kernelemente:

    1. Einen internen Prozess zur Identifikation und Bewertung von Risiken.
    2. Ein wirksames Krisenmanagement mit konkreten Handlungsmaßnahmen zur Bewältigung.
    3. Eine integrierte, zwölfmonatige Unternehmensplanung mit GuV-, Bilanz-, Cashflow- oder Liquiditätsplanung, regelmäßigen Soll‑/Ist‑Vergleichen und Anpassungen bei Abweichungen sowie die Ermittlung von Gegenmaßnahmen.
  • Welchen nachweisbaren Nutzen bietet die Lösung?

    Die Umsetzung der Kernelemente erfüllt § 1 StaRUG. Ergänzend sollte ein regelmäßiger Finanzstatus erstellt werden, der liquide Mittel den fälligen Verbindlichkeiten gegenüberstellt und die Prüfung der Insolvenzreife unterstützt. Eine sorgfältige Dokumentation schützt vor Haftungs- und Strafrisiken (§§ 15a, 15b InsO).

  • Welche mittelständischen Unternehmen profitieren bereits von der Lösung?

    Falkensteg erstellte für einen Metallverarbeiter aus NRW eine integrierte Unternehmensplanung mit Finanzstatus. Folgende Maßnahmen ergaben sich daraus: Die Produktionsoptimierung führte zum Verkauf einer überflüssigen Maschine, und der Erlös schloss die bestandsgefährdende Liquiditätslücke. Weiterhin wurde der Produktionsrückstand beseitigt und die Liefertreue gesteigert. Die Reaktivierung des Vertriebs stabilisierte den Umsatz. Diese Schritte führten zu neuem Vertrauen der Banken. Zudem wurde das Haftungsrisiko des Geschäftsführers durch ein monatliches Controlling reduziert.

Wolfram Lenzen ist Partner für den Bereich Restrukturierung bei der Transformationsberatung FalkenSteg. Sein Schwerpunkt ist die branchenübergreifende Erstellung von Unternehmensplanungen und Restrukturierungskonzepten.

Foto: Falkensteg