30.06.2026

Allgemein

DMB-Vorstand Tenbieg vor Koalitionsgipfel: „Steuerreform muss Sofortentlastung für den Mittelstand schaffen“

Vor dem morgigen Koalitionsgipfel fordert der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) eine steuerliche Entlastung für kleine und mittlere Unternehmen. Konkret pocht der Verband auf eine Reform der Einkommensteuer und empfiehlt dringend, die sogenannte Reichensteuer in ihrer jetzigen Form beizubehalten.

Aus Verbandssicht sind die bisherigen Reformvorschläge der Regierungskoalition, etwa zur Stabilisierung der Sozialversicherung, insgesamt sinnvoll – sie wirken sich jedoch erst mittel- und langfristig auf die Sozialabgaben aus und kommen von daher zu spät bei kleinen und mittleren Unternehmen an. Kurzfristig ist daher eine spürbare Entlastung durch eine Steuerreform erforderlich, die in der aktuellen Wirtschaftskrise deutliche Impulse für mehr Investitionen und Konsum freisetzen würde.

So gilt es bei der Einkommensteuer, den Schwellenwert, ab dem der Spitzensteuersatz greift, anzuheben und den Tarif darunter entsprechend anzupassen. Ziel muss sein, mehr Handlungsspielräume für Investitionen zu schaffen, damit Betriebe Planungssicherheit erhalten und Arbeitsplätze sichern können. KMU dürfen steuerlich nicht mit Spitzenverdienern gleichgesetzt werden.

Tenbieg fordert „flankierendes Fitnessprogramm für Unternehmen“

Außerdem warnt der DMB eindringlich davor, bei der sogenannten Reichensteuer die Schwelle zum Höchststeuersatz abzusenken. Dies träfe das Eigenkapital etablierter Handwerks- und Mittelstandsbetriebe, weil die meisten von ihnen als Personengesellschaften direkt Einkommensteuer zahlen. Eine Absenkung dieser Schwelle wäre somit eine Steuererhöhung durch die Hintertür.

„Der Mittelstand braucht eine spürbare Sofortentlastung“, betont Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB: „Die mittel- und langfristig wirkende Großreform der Sozialversicherung ist ohne Zweifel wichtig. Notwendig ist aber zusätzlich ein flankierendes Fitnessprogramm für Unternehmen und den Standort Deutschland.

Zu diesem Programm gehört insbesondere eine mittelstandsfreundliche Steuerreform. Der Koalitionsausschuss muss mehr liefern als gute Absichtserklärungen: Er muss ein Paket auf den Weg bringen, das Investitionen erleichtert, Beschäftigung sichert und dem Mittelstand wieder Luft zum Atmen verschafft.“

Über den DMB

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 34.000 Mitgliedsunternehmen mit über 800.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.

Pressekontakt

Ansprechpartner für Ihre Anfrage

Maximilian Flaig

Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit


maximilian.flaig@mittelstandsbund.de
0211 200525-32

Zurück zur Übersicht