24.06.2026
DMB-Vorstand Tenbieg zur Novellierung des Energieeffizienzgesetzes: „Schritt in die richtige Richtung”
Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) begrüßt, dass das Bundeskabinett heute beschlossen hat, das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) auf ein Mindestmaß zurückzuführen.
Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, führt aus:
„Die Novellierung des EnEfG ist grundsätzlich positiv zu bewerten, da sie Fehler der Vorgängerregierung korrigiert. Die Ampel-Koalition hatte die Vorgaben der EU-Richtlinie übererfüllt und somit Unternehmen unverhältnismäßige Auflagen erteilt. Schwarz-Rot entschärft nun einige dieser bürokratischen Belastungen.
Zu denen zählt allen voran der verpflichtende, regelmäßige Energieaudit für alle größeren Unternehmen – ganz egal, ob diese zu energieintensiven Branchen zählten oder nicht. Der Energieaudit wird nun an den tatsächlichen Energieverbrauch der Unternehmen gekoppelt, was für Entlastung für die Breite des Mittelstandes sorgt. Damit reagiert die Bundesregierung auf eine DMB-Forderung zum Bürokratieabbau.
Außerdem begrüßen wir, dass nun der Grundsatz Energieeffizienz an erster Stelle gilt und die Deckelung des Energieverbrauchs entfallen soll. Schließlich können die Erneuerbaren Energien den Energieverbrauch künftig prinzipiell klima- und umweltfreundlich gestalten. Ein ersichtlicher Grund für eine Begrenzung des Energieverbrauchs existiert nicht.
Energieeffizienz ist allerdings ein wichtiger Hebel in KMU, wenn es darum geht, Energiekosten langfristig zu senken. Auch die zunehmende Anwendung von Künstlicher Intelligenz dürfte selbst bei steigender Energieeffizienz künftig insgesamt einen höheren Energiebedarf erzeugen.
Somit ist die Novellierung des EnEfG ein erster Schritt in die richtige Richtung.”



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