05.03.2026
Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft: DMB fordert, den Mittelstand zu entlasten und wirtschaftliche Risiken ernst zu nehmen
Vor dem morgigen Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft fordert der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB), die akuten Bedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen stärker in den Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Agenda zu stellen. KMU sind auf Planungssicherheit und wirtschaftliche Spielräume angewiesen, betont Verbandschef Marc S. Tenbieg und warnt vor den ökonomischen Folgen des Kriegs im Nahen Osten.
„Der Mittelstand braucht jetzt schnelle und spürbare Entlastungen. Hohe Energiepreise, steigende Lohnnebenkosten, die allgegenwärtige Bürokratie und steuerliche Belastungen engen den Handlungsspielraum vieler Unternehmen erheblich ein“, sagt Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB. „Wenn Deutschland wieder mehr wirtschaftliche Dynamik entwickeln soll, müssen gerade kleine und mittlere Unternehmen wieder Luft zum Atmen bekommen.“
Aus Sicht des DMB benötigen mittelständische Betriebe vor allem verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, um Investitionen in Innovation, Digitalisierung und die Transformation der Energieversorgung stemmen zu können. Gerade im Mittelstand entstehen zahlreiche neue Produkte, Geschäftsmodelle und Technologien, die für Wachstum und Beschäftigung entscheidend sind.
„Der Mittelstand trägt maßgeblich zur Innovationskraft unseres Landes bei und spielt auch bei der Energiewende eine zentrale Rolle. Außerdem ist er Top-Arbeitgeber und stabilisiert den aktuell volatilen Arbeitsmarkt. Damit Unternehmen investieren und neue Lösungen entwickeln können, braucht es Planungssicherheit und wirtschaftliche Spielräume“, so Tenbieg.
„Mittelstand verfolgt die Entwicklungen im Nahen Osten mit Sorge“
Das gilt umso mehr, da gerade die Unsicherheit durch die aktuelle geopolitische Lage wächst. Der Iran-Krieg könnte zu deutlichen wirtschaftlichen Beeinträchtigungen führen.
„Viele mittelständische Unternehmen verfolgen die Entwicklungen im Nahen Osten derzeit mit großer Sorge. Steigende Energiepreise oder unterbrochene Lieferketten treffen gerade kleinere Betriebe besonders schnell“, betont Tenbieg. „Umso wichtiger ist es, dass die Politik jetzt für Entlastung sorgt und so die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Standorts Deutschland stärkt. Wir benötigen den Ausbau erneuerbarer Energiequellen, um endlich von geopolitischen Einflüssen und Lieferengpässen unabhängiger zu werden.“
Das Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft findet morgen, am 6. März 2026, im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München statt – zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und den Spitzen von Bundesverband der Deutschen Industrie, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Deutscher Industrie- und Handelskammer sowie Zentralverband des Deutschen Handwerks

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