30.10.2020Medienpräsenz

10 Milliarden reichen wohl nicht: Steuerzahler müssen Shutdown teuer bezahlen


Mittelständler: „Das ist eine Katastrophe“

Marc Tenbieg, Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) zu FOCUS Online: „Wir erwarten einen Lockdown-bedingten Umsatzausfall bei direkt betroffenen kleinen und mittelständischen Unternehmen für November 2020, der deutlich über den dafür eingeplanten Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von zehn Milliarden Euro liegen wird.“ Der DMB sei zudem sehr besorgt über die mangelhafte Informationspolitik rund um die gestrigen Beschlüsse: „Wie kann ich einem Unternehmer, der am kommenden Montag seinen Betrieb schließen muss, nun erklären, welche Hilfsmaßnahme zu welchen Konditionen kommt? Das ist eine Katastrophe“, so Tenbieg.

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Ersatz-Umsatz“ keine dauerhafte Lösung

Wirtschaftsverbände hatten eindringlich vor einem erneuten Shutdown gewarnt. Befürchtet wird eine Insolvenzwelle etwa in der Gastronomie. Viele Firmen hätten coronabedingt inzwischen nur noch wenig Geld auf der hohen Kante. Vor allem der Dehoga warnte vor einer Insolvenzwelle, falls Gastronomiebetriebe vorübergehend schließen müssen.

Marc Tenbieg vom DMB: „Allen politischen Entscheidern muss klar sein, dass ein staatlicher „Ersatz-Umsatz“ keine dauerhafte Lösung sein kann. Der Mittelstand braucht dringender denn je eine verlässliche Perspektive, wie es über den November hinaus weiter geht. Ansonsten werden die Lichter bei vielen Unternehmen dauerhaft ausgehen.“
 


Quellen- und Autorenangaben

Autor
Matthias Hochstätter

Quelle
Focus Online
Veröffentlichungsdatum: 30.10.2020
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