09.12.2015Medienpräsenz

Handelsblatt: in|pact Themenspecial "Gesundheit und Arbeit"

Kultur der Achtsamkeit

"Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)? Das scheint für viele kleine und mittelständische Unternehmen noch ein Fremdwort zu sein. Denn das Thema BGM ist mit seinem ganzheitlichen Ansatz recht mächtig und dadurch für viele kleine Unternehmen abschreckend zugleich.

Allzu gern würden sich viele Gesundheitsberater und Dienstleister auf die gut 3,9 Millionen in Deutschland gemeldeten Unternehmen stürzen. Doch es ist recht einfach, selber als Unternehmen klein aber zielgerichtet mit dem Thema der Gesundheitsförderung anzufangen und mit dem Begriff „Gesundheit“ nicht nur das Zählen von Krankheitstagen und Ausfallzeiten zu verbinden.

Die Erfahrung zeigt uns als Mittelstandsverband, dass sich KMU sehr wohl schon lange aufgrund ihrer engen Beziehung zu ihren Beschäftigten mit innerbetrieblichen Gesundheitsfragen befassen und sich aktiv um ihre Beschäftigten kümmern. Denn ein guter Gesundheits- und Wohlfühlfaktor tragen zu einer Reduzierung von Krankheitstagen, Arbeitsausfällen und in einem besonderen Maße auch zu weniger psychischer Arbeitsbelastung bei.

Es sind die kleinen Dinge des betrieblichen Alltags, die gut bei den Beschäftigten ankommen: frisches Obst in der Pause, eine gute Aufklärung in Sachen Sitzhaltung und Lockerungsübungen, Tipps zur Bewältigung von Stresssituationen oder auch mal ein allgemeiner Gesundheitscheck als Event im Unternehmen.

Das ist eine betriebliche Gesundheitsförderung, die direkt bei den Beschäftigten ankommt, hoch geschätzt wird und das auch noch staatlich gefördert. Denn der Betrag von bis zu 500 Euro ist pro Jahr für jeden Beschäftigten lohnsteuerfrei, sofern die Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung dienen.

Weitere bis zu 44 Euro monatlich (528 Euro pro Jahr) können zudem als Sachzuwendungen abgabenfrei jedem Beschäftigten gewährt werden. Alles in allem stehen die Vorzeichen gut für Maßnahmen, die den Beschäftigten direkt zugutekommen. Das wird von jedem Beschäftigen in der Regel auch höher angesehen als eine Gehaltserhöhung, die netto nach Abzug sämtlicher Abgaben doch recht klein ausfällt."


Quellen- und Autorenangaben

Autor
Marc S. Tenbieg
Geschäftsführender Vorstand
Deutscher Mittelstands-Bund (DMB)

Quelle
Handelsblatt:in|pact Themenspecial "Gesundhei t und Arbeit"
Ausgabe Dezember 2015, Rubrik "Forum der Akteure", Seite 8

Verlag
in|pact Mediaverlag
www.inpactmedia.com

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