23.12.2019Praxistipp

Aufstiegs-BaföG: Darlehen und Zuschuss für Beschäftigte

Sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber gewinnt die berufliche Fortbildung immer mehr an Bedeutung, um sich den wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt zu stellen. Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG, früher: Meister-BAföG) unterstützt Personen, die sich weiterqualifizieren möchten. Davon können nicht nur die Mitarbeiter profitieren – sondern auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

In Kürze

  • Antragsberechtigt sind Teilnehmer von Aufstiegsfortbildungen.
  • Die Förderung erfolgt in Kombination aus Zuschuss und Darlehen.
  • Anträge müssen in der zuständigen Behörde des Bundeslands eingereicht werden.

Welche Unternehmen können gefördert werden?

Antragsberechtigt sind bei dieser Förderung nicht die Unternehmen selbst, sondern die Beschäftigten, welche an einer beruflichen Aufstiegsfortbildung teilnehmen.

Die Unterstützung des Aufstiegs-Bafögs ist unabhängig vom Alter des zu fördernden Arbeitnehmers.

Was ist Inhalt des Programms?

Bei der Förderung handelt es sich um eine Kombination aus Zuschuss und Darlehen: Die Förderung erfolgt mit bis zu 40 Prozent als Zuschuss. Weitere förderfähige Kosten können in Form eines Darlehens der KfW-Bankengruppe abgedeckt werden. Diese Finanzierungsmöglichkeit soll es insbesondere Berufstätigen vereinfachen, sich weiterzubilden und neue Qualifikationen zu erlangen, die sie im Anschluss in ihrem Betrieb anwenden können.

Praxisbeispiele zeigen auf, wie eine solche Förderung aussehen kann.

Wie hoch ist die Förderung?

Maximal können bis zu 15.000 Euro für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie höchstens 2.000 Euro der Materialkosten für das Prüfungsstück gefördert werden. Absolviert der Auszubildende eine erfolgreiche Abschlussprüfung, können noch einmal bis zu 40 Prozent des Darlehens auf Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen werden.

Der Förderzeitraum ist bei Fortbildungen in Vollzeit auf zwei Jahre und bei Fortbildungen in Teilzeit auf vier Jahre begrenzt. Ein Antrag auf Verlängerung der Förderzeit ist möglich.

Weitere Förderkonditionen – wie z.B. Besonderheiten im Falle einer Existenzgründung oder bei Unterhaltsbedarf – können in den Informationsmaterialien des Programms nachgelesen werden. Der Förderanspruch kann mithilfe des Förderrechners online ermittelt werden.

Wie erfolgt eine Antragsstellung?

Der Antrag auf Förderung kann auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung heruntergeladen werden. Das Antragsformular muss zusammen mit den notwendigen Dokumenten an die zuständige Behörde im jeweiligen Bundesland eingereicht werden.

Die Antragsstellung muss vor Beginn der Bildungsmaßnahme erfolgen.

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