Themenschwerpunkt
Fachkräftemangel im Mittelstand

Woher kommen die Fachkräfte von übermorgen?

Neue Fachkräfte braucht das Land

Die deutsche Wirtschaft boomt: Die Bundesrepublik erlebt den längsten Arbeitsmarktaufschwung seit den 1960er Jahren. Doch mit der Wirtschaft wächst auch die Zahl der offenen Stellen. 1,12 Millionen Jobs sind in deutschen Unternehmen momentan unbesetzt – viele davon im Mittelstand, wo etwa 60 Prozent aller Beschäftigten arbeiten.

Wo gibt es Engpässe?

Die Folgen sind bereits heute spürbar: Denn der Aufwand für die Suche nach Mitarbeitern steigt, die bestehende Belegschaft muss vielerorts Mehrarbeit leisten. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen gar Aufträge ablehnen, weil ihnen entsprechende Fachkräfte fehlen. Das Beratungsunternehmen Ernst & Young beziffert die daraus resultierenden Umsatzeinbußen für die deutsche Wirtschaft auf knapp 50 Milliarden Euro pro Jahr. Im Mittelstand ist der Mangel besonders gravierend, weil die Personalengpässe insbesondere in mittelstandstypischen Berufen – etwa im technischen Bereich oder in der Produktion – auftreten. Hinzu kommt, dass einige Regionen, vor allem in ländlichen Gebieten, besonders betroffen sind und KMU im Wettbewerb mit großen Unternehmen um Fachkräfte stehen.

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

Besonders problematisch ist, dass sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren noch einmal deutlich verschärfen wird. Höchste Zeit also, um gegenzusteuern. Hier kommt eine Reihe von politischen Maßnahmen in Frage. Die Förderung bedarfsorientierter Weiterbildung trägt etwa dazu bei, die Qualifikationen der Beschäftigten anzupassen. Auch die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, die bessere Integration älterer Arbeitnehmer und die Reduzierung der Abbruchquoten bei Ausbildung und Studium können dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Allheilmittel sind dies aber nicht. Auch KMU sollten ein strategisches Konzept entwickeln, wie sie ihre guten Beschäftigten binden und neue Talente für sich begeistern können. In der Literatur findet sich seit den 1990er Jahren das Konzept des Employer Branding – also der Schaffung einer starken Arbeitgebermarke zur langfristigen Positionierung als interessanter Arbeitgeber. Auf Dauer wird der Fachkräftemangel nur durch eine Kombination dieser Maßnahmen sowie durch qualifizierte Zuwanderung zu lösen sein.

Fachkräftezuzug wird neu geregelt

Die Bundesregierung sieht mit ihrer Fachkräftestrategie vor, qualifizierte Einwanderung künftig gezielt zu steuern, um Spezialisten aus dem Ausland zu gewinnen. Der Zuzug soll sich am Bedarf der Volkswirtschaft ausrichten und Qualifikation, Alter, Sprachkenntnisse und den Nachweis eines konkreten Arbeitsplatzangebotes berücksichtigen. Dabei sollen nicht nur Akademiker, sondern auch Fachkräfte ohne Hochschulabschluss aus Drittstaaten einwandern können.

Dieses Vorhaben ist aus Sicht des Mittelstandes begrüßenswert und lange überfällig. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird endlich ein rechtlicher Rahmen geschaffen, um den Zuzug qualifizierter Einwanderer aktiv zu gestalten.

Der DMB zeigt nachfolgend die Ursachen und Folgen des Fachkräftemangels für die deutsche Wirtschaft und den Mittelstand auf und stellt Handlungsoptionen für Politik und Unternehmen vor.

Die Ursachen und Folgen des Fachkräftemangels


Der Fachkräftemangel ist längst im Mittelstand angekommen und zu einer Gefahr für das Fortbestehen vieler KMU geworden. Aber was genau sind die Ursachen und Folgen des Fachkräftemangels und welche Branchen sind besonders stark betroffen?


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Handlungsempfehlungen für Politik und Unternehmen

Um ihren Erfolg weiterhin sichern zu können, ist die mittelständische Wirtschaft auf geeignete Fachkräfte angewiesen. Was können Politik und Unternehmen tun, um ihren Fachkräftebedarf auch zukünftig zu decken?

 

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Der Themenschwerpunkt im PDF-Format

Den Schwerpunkt "Fachkräftemangel im Mittelstand - Woher kommen die Fachkräfte von übermorgen?" finden Sie hier als kompakte PDF-Datei.

 

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