29.04.2017Nachricht

Voraussetzungen für positive Arbeitsmarktentwicklung schaffen

Der "Tag der Arbeit" rückt alljährlich die Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Blick. Zum kommenden 1. Mai erklärt der Vorsitzenden der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß:

"Ein erneut auf Rekordniveau gestiegener Beschäftigungsstand, spürbare Reallohnsteigerungen und satte Rentenerhöhungen seit dem vergangenen ‚Tag der Arbeit‘ 2016 sind einmal mehr gute Nachrichten für die arbeitenden Menschen in unserem Land. Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich diese positive Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzt.  
Dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung konnten die meisten Beschäftigten in den vergangenen Jahren schrumpfende Reallöhne aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts mehr als wettmachen. Das gilt insbesondere dort, wo es funktionierende sozialpartnerschaftliche Strukturen gibt.

Wir haben durchgesetzt, dass sich der allgemeine Mindestlohn aus der sozialpartnerschaftlichen Balance heraus entwickelt. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass der Mindestlohn funktioniert und nicht zu Arbeitsplatzverlusten führt. Auch bei Arbeitnehmerüberlassung und Entgelttransparenz haben wir die Rolle der Tarifvertragsparteien gestärkt. Und wir unterstützen die Sozialpartner ebenfalls dabei, gemeinsam auf europäischen Ebene die deutschen Mitbestimmungsstandards zu verteidigen.

Der internationale Wettbewerb, der steigende Bedarf an Fachkräften in einer alternden Gesellschaft und die Digitalisierung verändern die Produktions-, Vertriebs- und Arbeitsbedingungen grundlegend. Um diese Herausforderungen zu meistern, müssen wir die Digitalisierung konstruktiv begleiten und in unserem Sinne gestalten. Deshalb brauchen wir für den Industriestandort Deutschland eine erstklassige Infrastruktur, einen ganzheitlichen Ansatz für die Fachkräftesicherung durch eine exzellente Bildungs-, Aus- und Weiterbildungspolitik, die Förderung von Forschung und Entwicklung gerade im Mittelstand, internationale Verträge, die unseren Unternehmen faire Chancen im globalen Handel und eine gute Versorgung mit Energie und Rohstoffen sichern.

Nur mit einem klaren Bekenntnis zu Europa und zum Industriestandort Deutschland können wir die Rahmenbedingungen schaffen, mit denen wir den Wirtschaftsstandort sichern und die hohen sozialen, arbeitsrechtlichen und tarifvertraglichen Standards bewahren. Diese Standards wollen wir auch vor dem Hintergrund des digitalen Wandels erhalten und weiterentwickeln. Das umfasst beispielsweise auch eine präventive Aus- und Weiterbildungspolitik, die sich an den Bedürfnissen der Beschäftigten und Unternehmen ausrichtet und bereits in einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis und nicht erst bei einem Verlust des Arbeitsplatzes ansetzt."

Quelle: Bundestagsfraktion der CDU/CSU, Pressemitteilung vom 29.04.2017

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