23.12.2019Förderprogramm

Zuschuss über das Förderprogramm WeGebAU

Von der finanziellen Förderung, über Beratungsleistungen, bis hin zu Zuschüssen wird ein breites Spektrum an Unterstützung angeboten. Der DMB sorgt für Übersicht im Förderdschungel.

Zur Sicherung von Arbeitsplätzen sowie zum Ausbau von Kenntnissen niedrig qualifizierter Mitarbeiter oder älterer Mitarbeiter wurde das Förderprogramm Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU) ins Leben gerufen. Mit dieser Förderung soll sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmer ein Anreiz zur Weiterbildung geschaffen werden.

In Kürze

  • Bundesweite Förderung von geringqualifizierten und älteren Arbeitnehmern in KMU.
  • Anteilige oder vollständige Übernahme von Lehrgangskosten sowie ein Zuschuss auf das Arbeitsentgelt des Beschäftigten.
  • Praxisbeispiele zeigen auf, wie eine solche Förderung aussehen könnte.

Welche Unternehmen können gefördert werden?

Mit dem Programm werden insbesondere geringqualifizierte Mitarbeiter in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angesprochen. Als KMU zählt ein Unternehmen, wenn es weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro bzw. eine Jahresbilanzsumme von maximal 43 Millionen Euro aufweist.

Was ist Inhalt des Programms?

Bedingt durch das Qualifizierungschancengesetz ist das Förderprogramm WeGebAU seit Januar 2019 in die Fachliche Weisungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung (FW FbW) integriert.

Das Programm beinhaltet eine Förderung von Weiterbildungen, in welcher die Kosten der Weiterbildung übernommen werden. Die Möglichkeit der Zahlung eines Zuschusses auf den Arbeitslohn sowie einer Pauschaule auf den Sozialversicherungsbeitrag des Arbeitnehmers existiert außerdem. Gefördert werden Beschäftigte in KMU, die eine Weiterbildung belegen, welche ein für den Arbeitsmarkt allgemein verwertbares Knowhow vermittelt.

Geringqualifizierte Beschäftigte können bei dem Erwerb einer Teilqualifikation oder dem Erwerb eines Berufsabschlusses unabhängig von der Betriebsgröße gefördert werden.

Spezifische Voraussetzungen, die eine Weiterbildungs- oder Ausbildungsmaßnahme erfüllen muss, werden in der Broschüre des Förderprogramms ausführlich erläutert.

Wie hoch ist die Förderung?

Für die Förderhöhe ist die Differenzierung zwischen Ausbildung und Weiterbildung entscheidend. Als Ausbildung gilt z.B. eine Umschulung oder eine berufsanschlussfähige Qualifizierung, wohingegen eine Weiterbildung als Lehrgang zur Vertiefung der bestehenden Kenntnisse und Fähigkeiten verstanden wird.

Bei einer Ausbildung werden die Lehrgangskosten vollständig erstattet und der Arbeiter kann einen Zuschuss auf das Arbeitsentgelt zwischen 50 bis 100 Prozent erhalten.

Handelt es sich um eine Weiterbildung, so werden die Lehrgangskosten anteilig mit 50 Prozent bis 100 Prozent mitfinanziert. Wird jedoch ein Beschäftigter unter 45 Jahren weitergebildet, muss der Arbeitgeber einen höheren Eigenanteil von über 50 Prozent übernehmen. Die genaue Förderquote entscheidet sich in Abhängigkeit zum Einzelfall.

Praxisbeispiele finden sich in der Broschüre zum Förderprogramm. Sie liefern einen ersten Überblick über den Umfang des Förderprogramms.

Wie erfolgt eine Antragsstellung?

Das Antragsverfahren läuft über die die Regionalagenturen der Agentur für Arbeit. Zu beachten ist, dass der Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt werden muss.

Weitere Informationen bietet die Agentur für Arbeit.

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