16.04.2018Nachricht

Altmaier: "Berufliche Bildung ist ein Erfolgsmodell für den deutschen Mittelstand."

Heute (16.04.2018) beginnt die "Woche der beruflichen Bildung". Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Dr. Frank-Walter Steinmeier, und Frau Elke Büdenbender. Vom 16. bis 20. April 2018 wird in verschiedenen Veranstaltungen unter dem Motto "Du bildest Zukunft" zum Stand, zur Qualität und zu Perspektiven der beruflichen Bildung informiert.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: "Berufliche Bildung ist ein Erfolgsmodell für den deutschen Mittelstand. Auch weit über Deutschland hinaus ist unser System der dualen Ausbildung anerkannt und Vorbild in vielen Ländern. Es sichert Unternehmen die Fachkräfte, die sie dringend benötigen. Ich kann Betriebe deshalb nur ermuntern, junge Menschen auszubilden und ihnen damit eine gute berufliche Perspektive zu geben. Denn mit der Ausbildung schaffen Unternehmen gemeinsam mit ihren Auszubildenden heute ihren Erfolg von morgen."

Die duale Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen bietet Jugendlichen gute Voraussetzungen für den Übergang ins Arbeitsleben und vielfältige Karriere- und Entwicklungschancen. Da die deutsche Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte braucht, sind Karrieren mit beruflicher Ausbildung so aussichtsreich wie nie.

Jungen Menschen stehen 327 Ausbildungsberufe von "Bäcker/-in" über "Kaufmann/-frau im E-Commerce" bis hin zu "Klavier- und Cembalobauer/-in" zu Verfügung. Die Berufe werden regelmäßig gemeinsam mit den Sozialpartnern aktualisiert. Wichtig ist eine frühzeitige Berufsorientierung, schon in der Schule.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) unterstützt Betriebe – vor allem kleine und mittlere – sowie Auszubildende durch verschiedene Programme im Bereich der beruflichen Bildung:

  • Mit dem Programm "Passgenaue Besetzung" finanziert das BMWi Beraterinnen und Berater vor allem bei den Kammern, die kleine und mittlere Unternehmen bei der Besetzung offener Ausbildungsplätze unterstützen. Seit 2007 konnten so über 79.000 Ausbildungsplätze und rund 10.000 Stellen für die Einstiegsqualifizierung vermittelt werden.
     
  • Die Allianz für Aus- und Weiterbildung als Bündnis von Bund, Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft, Gewerkschaften und Ländern verfolgt das gemeinsame Ziel, die duale Ausbildung zu stärken und jungen Menschen den Weg in die Ausbildung zu ebnen.
     
  • Die praxisnahe, duale Ausbildung hat eine große Integrationskraft. Das BMWi unterstützt deshalb zusammen mit der Wirtschaft Betriebe, die Geflüchtete ausbilden bzw. beschäftigen wollen, z.B. durch das Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" und den sog. Willkommenslotsen bei den Kammern.
     
  • Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung hilft kleinen und mittleren Unternehmen, ihre Personalarbeit strategisch auszurichten. Das KOFA unterstützt sie dabei, Fachkräfte zu finden, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und mit einer qualifizierten Belegschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
     
  • Mit "Make it in Germany" verfügt Deutschland über ein zentrales, mehrsprachiges Informationsportal für interessierte Fachkräfte aus dem Ausland. Diese können sich über das Leben und Arbeiten in Deutschland informieren und erhalten eine individuelle Beratung. Seit dem Start Mitte 2012 haben mehr als 15 Mio. Menschen aus über 200 Ländern das Portal besucht.
     
  • Mit dem Programm "Berufsbildung ohne Grenzen" unterstützt das BMWi Auslandsaufenthalte während oder im Anschluss an eine Ausbildung. Sog. Mobilitätsberaterinnen und -berater bei den Kammern informieren dabei Betriebe und deren Auszubildende bzw. junge Fachkräfte und leisten Hilfestellung bei der Vorbereitung und Durchführung von grenzüberschreitenden Lern- und Arbeitsaufenthalten.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung vom 17.04.2018

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