12.09.2017Nachricht

BEER: Bildungsausgaben Deutschlands auf Top-5-Niveau der OECD-Staaten erhöhen

Zur OECD-Bildungsstudie erklärt die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer:

"Deutschland hinkt bei den Bildungsausgaben von Bund und Ländern im Verhältnis zum Gesamthaushalt immer noch hinterher. Der Anteil der öffentlichen und privaten Ausgaben für Bildungseinrichtungen am Bruttoinlandsprodukt befindet sich in Deutschland mit 4,3 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 5,1 Prozent und hat sich seit 2012 kaum verändert.

So werden wir die großen Herausforderungen nicht bewältigen, vor denen unser Bildungssystem steht. Wir Freie Demokraten wollen daher die Bildungsausgaben so erhöhen, dass Deutschland zu den führenden fünf OECD-Ländern zählt. Dies ist auch eine gesamtgesellschaftliche Ausgabe, denn die Modernisierung des Bildungssystems würde Länder und Kommunen allein überfordern. Deshalb ist es wichtig, unseren Bildungsföderalismus grundlegend zu reformieren.

Wir müssen bei Bildung auf Qualität, Qualität und noch mal Qualität setzen. Wir brauchen einheitliche Bildungsstandards in Deutschland, deren Einhaltung auch kontrolliert wird. Insbesondere Schulabschlüsse müssen über einheitlich gestellte Abschlussprüfungen und Korrekturstandards vergleichbarer werden. Dabei darf es aber keine Angleichung nach unten geben. Dazu muss die Eigenständigkeit der Schulen gestärkt werden, denn die bedürfnisorientierte Förderung junger Menschen vor Ort trägt maßgeblich zur weltbesten Bildung für jeden bei. Nur so werden wir Chancengerechtigkeit und sozialen Aufstieg aus eigener Kraft sicherstellen, unabhängig vom Elternhaus.

Mehr Investitionen in Bildung zahlen sich dann aus, wenn wir eine klare Roadmap haben, wie wir diese Mittel einsetzen. Wir Freie Demokraten wollen daher die Lehrpläne modernisieren, eine Aus- und Fortbildungsoffensive für Lehrer ins Leben rufen und in den nächsten fünf Jahren pro Schüler zusätzlich 1.000 Euro für Technik und Modernisierung investieren, um damit weltbeste Bildung auf den neuen Standards sicherzustellen."

Quelle: FDP, Pressemitteilung vom 12.09.2017

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