14.02.2017Nachricht

BEER: Chancen der digitalen Bildung müssen genutzt werden

Zur Eröffnung der Didacta 2017 erklärt die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer:

"Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, dass die Chancen der Digitalisierung in Deutschland im Bildungssystem sehr viel stärker genutzt werden. Dazu braucht es eine umfassende Modernisierung der Schulen bei der technischen Ausstattung, bei qualitätsvollem Lern- und Lehrmaterial sowie bei den Curricula. Wichtig ist darüber hinaus eine Aus- und Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte, die sie für die Schule 2.0 gewinnt. Denn der Lehrer bleibt der Träger der Bildung, auch in der Digitalisierung.

Das deutsche Bildungssystem hinkt bei der Ausbildung der digitalen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen hinterher. Angesichts oft nur mittelmäßiger Computer-Kenntnisse deutscher Schüler muss die digitale Kompetenz im Bildungssektor vorangetrieben werden. Unsere Kinder werden morgen in Berufen arbeiten, die es heute noch nicht gibt. Die Weichen dahin müssen also jetzt gestellt werden, damit die Menschen mit diesen Veränderungen Schritt halten können. Kinder müssen von Anfang an digitale Kompetenz erwerben können – egal aus welchem Elternhaus sie kommen. Hier fängt soziale Gerechtigkeit an, indem digitales Analphabetentum verhindert wird. Die Didacta kann dazu wichtige Impulse liefern.

Die Bundesregierung gibt lieber Milliarden für Rentengeschenke aus, statt in Bildung zu investieren. Notwendig wäre es, einen Mehrwertsteuerpunkt aus dem bisherigen Aufkommen in einen Staatsvertrag zur digitalen Bildung zu investieren. Daraus sollen pro Schüler 1000 Euro zur Modernisierung der Schulen und des Unterrichts direkt an die Schulen gegeben werden. Denn digitale Bildung ist ein finanzieller Kraftakt, der deutlich mehr Mittel erfordert, wenn Deutschland im internationalen Vergleich nicht zurückfallen will."

Quelle: FDP, Pressemitteilung vom 14.02.2017