24.10.2017Nachricht

Bundesnetzagentur startet Austauschplattform 5G-Standardisierung

"Mit der Austauschplattform wollen wir deutsche Unternehmen dabei unterstützen, ihre Anforderungen, Ideen und Lösungen zu bündeln und erfolgreich in die internationale 5G-Standardisierung einzubringen", erläutert Dr. Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur. "Ansprechen wollen wir damit auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie neu am Standardisierungsprozess Teilnehmende", ergänzt Eschweiler.

Unterstützung von deutschen Unternehmen bei der 5G-Standardisierung

Die 5G-Standardisierung legt die Anforderungen an die nächste Generation der Mobilfunk- und Netztechnik fest. Mit der im Sommer 2017 verabschiedeten 5G-Strategie der Bundesregierung sollen deutsche Unternehmen bei der Einbringung von Anforderungen, Ideen und Lösungen in den 5G-Standardisierungsprozess unterstützt werden.
Hierfür hat die Bundesnetzagentur eine wettbewerbsneutrale Austauschplattform eingerichtet, die ein koordiniertes Vorgehen der deutschen Industrie bei Verhandlungen in den Standardisierungsgremien ermöglichen und fördern wird.

Einstand der Austauschplattform

Die erste Tagung der Austauschplattform gab Vertretern aus zahlreichen 5G-Anwenderbranchen Gelegenheit, ihre jeweiligen Anforderungen an die nächste Mobilfunkgeneration 5G zu präsentieren. Beteiligt sind die Automobilindustrie, Industrie 4.0 und Produktion, Medien, Gesundheitswesen und Landtechnik. Neben Delegierten von Unternehmen und Industrieverbänden haben Vertreter der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben Standardisierungsbedarfe im Bereich des digitalen Behördenfunks vorgestellt.

Künftige Schwerpunkte der Austauschplattform

Die Austauschplattform wird die Interessen der Anwenderbranchen bündeln, Vorbereitungstagungen zu wichtigen Veranstaltungen des für die 5G-Standardisierung maßgeblichen „Third Generation Partnership Project“ (3GPP) durchführen und während der 3GPP Tagungen als Ansprechpartner vor Ort zu Verfügung stehen.

Quelle: Bundesnetzagentur, Pressemitteilung vom 24. Oktober 2017

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