29.07.2020Praxistipp

Digital Jetzt – Innovationsförderung für KMU


Die Digitalisierung von mittelständischen Unternehmen ist ein sehr wichtiger Faktor zum Erhalt ihrer zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf diesem Weg mit finanziellen Zuschüssen, sodass KMU mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten investieren können.

 

In Kürze

 
  • Die Beantragung der Zuschüsse wird ab dem 7. September bis einschließlich 2023 möglich sein.
  • Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro.
  • Erhöhte Förderquote aufgrund der Corona-Kris bis 30.06.2021 verfügbar.
 

Wer wird gefördert?

Mittelständische Unternehmen

  •  aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe)
  •  mit 3 bis 499 Beschäftigten,
  •  mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, in der die Investition erfolgt,

die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen, zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung.

Was wird gefördert?

  • Investitionen in Soft- und Hardware (Modul 1)

und/oder

  • in die Mitarbeiterqualifizierung bei digitalen Themen (Modul 2)

Die Ziele des Förderprogramms sind:

  • Investitionen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Quelle: BMWi

    Das Digitalisierungsvorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben. Nach Bewilligung muss das Vorhaben innerhalb von einem Jahr umgesetzt werden. Die Verwendung der Fördermittel muss vom Unternehmen nachgewiesen werden können.

    Wie wird gefördert?

    Die Förderung wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Unternehmen haben in der Regel 12 Monate Zeit, ihr gefördertes Digitalisierungsprojekt umzusetzen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach erfolgreicher Verwendungsnachweisprüfung.

    Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen. Die minimale Fördersumme beträgt 17.000 Euro in Modul 1 und 3.000 Euro in Modul 2.

    Die Fördersumme wird an dem Investitionsvolumen des Unternehmens bemessen. Ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern will zum Beispiel 100.000 Euro in die eigene Digitalisierung investieren und kann 50 Prozent (50.000 Euro) der Investitionssummer als Zuschuss erhalten. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten bis zum 30.06.2021 erhöhte Förderquoten. Diese staffeln sich wie folgt (Werte ab 01.07.2021 in Klammern):

    • Bis 50 Beschäftigte: bis zu 50 (40) %
    • Bis 250 Beschäftigte: bis zu 45 (35) %
    • Bis 499 Beschäftigte: bis zu 40 (30) %.

    Ab Juli 2021 würde das Unternehmen aus dem zuvor genannten Beispiel noch 40.000 Euro als Zuschuss erhalten können.

    Mit dem Förderantrag muss ein Digitalisierungsplan abgeben werden. Der Plan sollte

    • die Beschreibung des gesamten Digitalisierungsvorhabens,
    • eine Erläuterung der Art und Anzahl von Qualifizierungsmaßnahmen,
    • eine Darlegung des aktuellen Stands der Digitalisierung im Unternehmen und der Ziele, die mithilfe des Förderprogramms erreicht werden sollen,
    • eine Darstellung mit Beispielen, wie das Unternehmen in Zukunft in Hinblick auf gesteigerte Effizienz, der Erschließung neuer Märkte und der Stärkung der eigenen Marktposition arbeiten wird,

    beinhalten.

    Der Digitalisierungsplan sollte frühzeitig vorbereitet werden, damit der Förderantrag weit vor Beginn des Digitalisierungsvorhabens eingereicht werden kann. Dabei sollte dringend geprüft werden, ob eine Kombination von Investitionen in digitale Technologien und in die Mitarbeiterqualifizierung Sinn ergibt.

    Weitere detaillierte Informationen zu Bonusprozentpunkten und zusätzlich erhöhten Förderquoten bei der Digitalisierung gesamter Wertschöpfungsketten können in den FAQ auf der offiziellen Webseite des Förderprogramms eingesehen werden.

     

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