09.09.2020Förderprogramm

KfW: Erneuerbare Energien - Standard

Neben den festen Vergütungssätzen für die ersten 20 Betriebsjahre, bietet die KFW Bank mit dem Förderprodukt „Erneuerbare Energien – Standard“ zinsgünstige Finanzierungen für den Bau von Photovoltaik-Anlagen an. Voraussetzung ist jedoch, dass ein Teil des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die maximale Kredithöhe pro Vorhaben beträgt 50 Millionen Euro. Der Kredit ist innerhalb von 12 Monaten nach der erfolgten Zusage entweder in Teilbeträgen oder in einer gesamten Summe abrufbar. Die Mindestlaufzeit des Kredits beträgt zwei Jahre.

KfW Förderkredit für Strom und Wärme

In Kürze

 
  • Bis zu 50 Mio. Kreditbetrag
  • Ab 1,03 % effektiven Jahreszins
  • Für Photovoltaik, Wasser, Wind, Biogas
  • Für Unternehmen, Freiberufler und Privatpersonen und öffentliche Einrichtungen
 

 

Welche Unternehmen können gefördert werden?

Das Förderprogramm richtet sich an in- und ausländische, private und öffentliche Unternehmen. Die Größe des Unternehmens hat keinen Einfluss auf die Förderung. Antragsberichtet sind darüber hinaus Privatpersonen, Freiberufler, Landwirte, Genossenschaften, Stiftungen und Vereine. Antragsberechtigt für eine Förderung eines Vorhabens im Ausland sind deutsche private Unternehmen mit einer Tochtergesellschaft im Ausland, Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung im Ausland sowie in Deutschland tätige Freiberufler.

Was ist der Inhalt des Programms?

Mit dem Förderkredit Erneuerbare Energien – Standard der KFW Bank werden Investitionen in Maßnahmen zur Nutzung von erneuerbaren Energien unterstützt.

Gefördert werden:

1. Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die Kosten für die Planung, Projektierung und Installation sind mitinbegriffen. Besonders wichtig: die Anlage muss die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erfüllen. Unter anderem, muss daher eine Einspeisung des Stroms in öffentliche Netze garantiert sein.

  • Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen
  • Anlagen zur Stromerzeugung aus Wasserkraft bis zu einer Größe von 20 MW
  • Anlagen zur Stromerzeugung aus Windkraft
  • Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) auf der Basis von fester Biomasse, Biogas oder Erdwärme
  • Anlagen zur Erzeugung, Aufbereitung und Einspeisung von Biogas, Biogasleitungen
  • Batteriespeicher

2. Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen nur zur Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien

3. Wärme-/Kältenetze und Wärme-/Kältespeicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden.

4. Flexibilisierung von Stromnachfrage und -angebot und die Digitalisierung der Energiewende mit dem Ziel, die erneuerbaren Energien systemverträglich in das Energiesystem zu integrieren

  • Stromspeicheranalgen
  • Lastenmanagement
  • Mess- und Steuerungssysteme

Wie hoch ist die Förderquote?

Die maximale Kredithöhe pro Vorhaben beträgt 50 Millionen Euro. Es können bis zu 100 Prozent der Investitionskosten geltend gemacht werden. Beantragte Kredite werden in voller Höhe ausgezahlt und sind innerhalb von 12 Monaten nach der Zusage in einer Summe oder in Teilbeträgen abrufbar. Eine Bereitstellungsprovision von 0,15 Prozent wird nach 6 Monaten und zwei Bankarbeitstagen, nachdem die Zusage erteilt wurde, berechnet. Die Zinssätze ergeben sich je nach individueller Lage und werden von der Hausbank ermittelt, wobei die Mindestlaufzeit zwei Jahre beträgt. Die Rückzahlung erfolgt in vierteljährlichen Raten zuzüglich der Zinsen auf den noch zu tilgenden Kreditbetrag. In der tilgungsfreien Zeit sind lediglich die Zinsen zu entrichten. Grundsätzlich kann der Förderkredit mit anderen Fördermitteln kombiniert werden.

Wie erfolgt die Antragsstellung?                                                       

Die Antragsstellung erfolgt über einen Finanzierungspartner. In der Regel handelt es sich dabei um die Hausbank. Die KfW überprüft den Antrag und entscheidet letztlich über die Bewilligung der Förderung. Bei einem positiven Bescheid wird der Kreditvertrag mit dem jeweiligen Finanzierungspartner abgeschlossen.

Neben dem KfW Förderprodukt finden sich auf Länderebene weitere zinsgünstige Förderkredite, die in Anspruch genommen werden können. Auch lokale Energieversorger können Fördermitteln für Photovoltaik-Anlagen bereitstellen. Zusätzlich ist es lohnenswert, sich mit der Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung von Reparaturen auseinanderzusetzen.

Weitere Informationen zu Förderprogrammen im Bereich Energiewende können in der DMB-Beitragsserie „Energiekosten sparen – KMU-Förderprogramme“ nachgelesen werden.

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