30.09.2019Praxistipp

Digitale Prozessoptimierung durch unternehmensWert:Mensch plus

Für eine gelungene Digitalisierung benötigen Unternehmen neue Strategien und nachhaltige Konzepte. unternehmensWert:Mensch plus unterstützt durch die Einrichtung von betrieblichen Lern- und Experimentierräumen. In der bis zu 80 Prozent förderfähigen Prozessberatung werden individuelle Lösungen mit erfahrenen Coaches erarbeitet und innovative Arbeitskonzepte entwickelt. Die Beratung richtet sich an der Leitfrage aus: Wie kann ein Betrieb von neuen digitalen Prozessen profitieren?

In Kürze

  • Mitarbeiter und Experten entwickeln in innovativer Form neue digitale Prozesse.
  • Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro, mindestens zweijähriger Tätigkeit am Markt und mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter.
  • 80 Prozent der Kosten der Beratungsdienstleistungen können übernommen werden.
  • Erster Schritt ist die kostenlose Beratung in einer der Erstberatungsstellen.

Welche Unternehmen können gefördert werden?

Antragsstellende Unternehmen müssen einen Unternehmenssitz in Deutschland vorweisen. Weiterhin dürfen im Unternehmen nicht mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigt sein und es muss ein Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro nachgewiesen werden. Eine mindestens zweijährige Tätigkeit am Markt und mindestens ein sozialversicherungspflichtiger Mitarbeiter sind außerdem vorgeschrieben.

Was ist Inhalt des Programms?

Die Beratung startet, indem Experten die Geschäftsführung und Beschäftigten interviewen, um sich einen Überblick zum Status Quo der Digitalisierung des Unternehmens und den möglichen Ansatzpunkten zur Optimierung der Prozesse verschaffen zu können. Dabei werden Themenschwerpunkte für den Ablauf des eigentlichen Beratungsangebots gesammelt - folgend kann "der Lern- und Experimentierraum" starten.

In dem Projektprozess arbeiten drei verschiedene Parteien zusammen. Das Lab-Team besteht aus Mitarbeitern des Unternehmens und entwickelt konkrete Maßnahmen zur digitalen Transformation. Die zuvor erarbeiteten Themenschwerpunkte dienen dabei als flexible Ansatzpunkte und sollen keinen steifen Masterplan vorgeben.

Die entwickelten Maßnahmen des Lab-Teams werden dem Lenkungskreis vorgestellt, der aus projektverantwortlichen Mitarbeitern zusammengesetzt wird und die Ergebnisse bewertet.

Der externe Berater unterstützt den gesamten Prozess, der nach insgesamt fünf bis sechs Monaten mit einem Ergebnisgespräch endet.

Nach weiteren drei bis sechs Monaten findet ein Abschlussgespräch mit der Erstberatungsstelle statt, in dem überprüft wird, wie nachhaltig die Ergebnisse des Lern- und Experimentierraums waren.

Wie hoch ist die Förderquote?

Die Förderquote beträgt 80 Prozent der Kosten der Beratungsdienstleistungen. 20 Prozent des Beratungshonorars sind dementsprechend als Eigenanteil von dem Unternehmen selbst aufzubringen. Insgesamt können zwölf Beratungstage angesetzt werden. In allen Bundesländern gelten die gleichen Förderkriterien.

Wie erfolgt eine Antragsstellung?

Als erster Schritt erfolgt eine kostenlose Erstberatung in einer der deutschlandweit ansässigen Erstberatungsstellen. Sollte das Unternehmen die Förderkriterien erfüllen, erhält es einen Gutschein, mit dem es die Beratung in Anspruch nehmen kann.

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