30.09.2019Praxistipp

Digitalisierungsberatung über go-digital (BMWi)

Die Planung und Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oft eine große Herausforderung. Häufig steht zu wenig Geld, Zeit und Knowhow zur Verfügung, um effiziente Methoden entwickeln und einführen zu können.

go-digital unterstützt explizit KMU darin, Beratungsleistungen in Anspruch zu nehmen, mithilfe derer digitale Prozesse entwickelt werden sollen.

In Kürze

  • Berater helfen Unternehmen digitale Prozesse zu optimieren.
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern, Jahresumsatz nicht höher als 20 Millionen Euro und Niederlassung in Deutschland.
  • Bis zu 50 Prozent der Beraterkosten förderfähig.
  • Erster Schritt ist die Suche nach einem regionalem Berater.

Welche Unternehmen können gefördert werden?

Antragsstellende Unternehmen dürfen nicht mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen. Der Jahresumsatz oder die Jahresbilanzsumme des Vorjahres darf nicht über dem Wert von 20 Millionen Euro liegen. Ferner muss die Betriebsstätte oder eine Niederlassung des antragsstellenden Unternehmens in Deutschland sein.

Was ist Inhalt des Programms?

Die Beratungsleistung wird in verschiedene Module aufgeteilt: IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und Digitalisierte Geschäftsprozesse.

IT-Sicherheit: In diesem Modul wird eine Risiko- und Sicherheitsanalyse durchgeführt. Ziel der Beratung ist es, mögliche Bedrohungen und Schwachstellen zu erkennen. Weiterhin soll beim Aufbau einer neuen IT-Sicherheitsstruktur geholfen werden, um das Unternehmen gegen die Gefahr von wirtschaftlichen Schäden durch Cyberkriminalität abzusichern.

Digitale Markterschließung: Dem zu beratenden Unternehmen wird geholfen eine eigene Online-Marketing-Strategie zu entwickeln. Teil dieser Strategie soll der Aufbau oder die Weiterentwicklung einer professionellen Internetseite zur eigenen Vermarktung sein. Weiterer Inhalt kann die Entwicklung eines Online-Shops und die Nutzung moderner Zahlungsverfahren sein, aber auch die Nutzung externer Verkaufsplattformen sowie die Einführung von Social-Media-Tools, Google Analytics und Content-Marketing sind denkbar. Als übergeordnetes Ziel steht die Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen.

Digitalisierte Geschäftsprozesse: Dieses Modul umfasst die Einführung von Software-Lösungen in die Arbeitsabläufe des Unternehmens. Die Prozesse im Unternehmen mit Geschäftspartnern und Kunden werden gezielt ins Auge gefasst. Besonders interessant sind Arbeitsbereiche wie Versand- und Retourenmanagement, Logistik, Lagerhaltung und elektronische Zahlungsverfahren.

Weitere Informationen zur möglichen Kombination der Module können hier nachgelesen werden.

Wie hoch ist die Förderquote?

Bis zu 50 Prozent der Beraterkosten werden dabei durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) übernommen. Der maximale förderfähige Beratertagesatz beläuft sich auf 1.100 Euro. Es können maximal 30 Tage in einem Zeitraum von einem halben Jahr angesetzt werden. Insgesamt kann die Fördersumme die maximale Summe von 16.500 Euro erreichen.

Wie erfolgt eine Antragsstellung?

Die Antragsstellung wird durch ein autorisiertes Beratungsunternehmen über das Online-Portal easy-Online vorgenommen. Beratungsunternehmen können über die Webseite von go-digital in der entsprechenden Region gefunden werden.

Der Vorteil von autorisierten Beratern: Sie nehmen Betrieben den Großteil der lästigen Formalitäten ab – vom Förderantrag bis hin zum Verwendungsnachweis.

    Weitere Informationen zu go-digital können auf der Internetseite des Projektträgers abgerufen werden.

    An einem Praxisbeispielkönnen erste Eindrücke zum Ablauf der Beratung gewonnen werden.

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