30.09.2019Praxistipp

Finanzierung der Digitalisierung über KfW-Digitalisierungs- und Innovationskredit

Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (ERP: European Recovery Programme) soll kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft laut Projektträger eine zinsgünstige Finanzierung von Investitionen über die KfW-Bank ermöglichen.

In Kürze

  • Digitalisierungs und Innovationsvorhaben sollen laut KfW-Bank zinsgünstig finanziert werden können.
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen und Freiberufler mit höchstens 500 Millionen Euro Jahresumsatz, zweijähriger Tätigkeit am Markt und Unternehmenssitz in Deutschland.
  • Erster Schritt ist die Beratung und Antragsstellung bei der Hausbank.

Welche Unternehmen können gefördert werden?

Antragstellende Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Freiberufler müssen einen Sitz in Deutschland vorweisen, mehrheitlich in privatem Besitz und seit mindestens zwei Jahren am Markt aktiv sein. Der Jahresumsatz darf nicht über 500 Millionen Euro liegen. Die Umsätze von Unternehmen, die durch Gesellschafterkreise verbunden sind, werden summiert.

Was wird gefördert?

Ziel der Förderung ist die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und -verfahren. Es können aber auch strategische Planungen zur Neuausrichtung des Unternehmens in Bezug zu Digitalisierung finanziert werden. Weiterhin sind Innovationsvorhaben, die eine Entwicklung von verbesserten Produkten, Verfahren und Dienstleistungen ermöglichen, mögliche Förderziele.

Betriebsmittel und Personalkosten können Teil der Digitalisierungs- bzw. Innovationsausgaben sein.

Wie hoch ist die Förderquote?

Die Vorhaben müssen eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren haben und dürfen die maximale Fördersumme von 25 Millionen Euro nicht überschreiten (minimal 25.000 Euro pro Vorhaben). Der Zinssatz wird individuell und abhängig von der Entwicklung des Kapitalmarktes festgelegt. Auf der Interseite der KfW-Bank können weitere Informationen dazu abgerufen werden.

Wie erfolgt eine Antragsstellung?

Als ersten Schritt sollte ein interessiertes Unternehmen seine Hausbank kontaktieren. Dort kann auch der Antrag gestellt werden. Die Hausbank dient der KfW-Bank als Finanzierungspartner und gibt die Mittel aus.

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