19.03.2020Praxistipp

Soforthilfe Corona in Bayern

Unternehmen aus Bayern können das Soforthilfeprogramm der Bayerischen Staatsregierung in Anspruch nehmen. Dieses richtet sich an Betriebe und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

In Kürze

 
  • Die Soforthilfe kann von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) mit Sitz in Bayern beantragt werden.
  • Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach Unternehmensgrößen und variiert zwischen 5.000 und 30.000 Euro.
  • Der Förderantrag kann online heruntergeladen und bearbeitet werden. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt durch die für den Antragsteller örtlich zuständige Vollzugsbehörde.
 

Was muss beachtet werden?

Die Bearbeitung der Anträge wird von der örtlich zuständigen Vollzugsbehörde übernommen. Eine Liste inkl. Adressen und Telefonnummern sind unter dem Punkt „Zuständige Bewilligungs- und Vollzugsbehörden“ hier zu finden:  https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Wie hoch ist die Förderung?

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro.

Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Wie erfolgt eine Antragsstellung?

Der Förderantrag (PDF-Datei) ist als Download auf der Website des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie auf den Websites der sieben Bezirksregierungen und der Stadt München (= Bewilligungs- und Vollzugsbehörden) abrufbar und online ausfüllbar.

Es wird darum gebeten, den online ausgefüllten Antrag auszudrucken und zu unterschreiben und entweder

  • als Scan oder Foto (jpeg-Datei) per E-Mail an die für den Antragsteller örtlich zuständige Bewilligungsbehörde zuzusenden

oder

  • per Post an die für den Antragsteller örtlich zuständige Bewilligungsbehörde zuzusenden.

Örtlich zuständig ist die Bewilligungsbehörde, in deren Bezirk die Betriebstätte bzw. Arbeitsstätte des Antragstellers liegt. Liegt die Betriebs-/Arbeitsstätte beispielsweise im Stadtgebiet München ist die Bewilligungsbehörde die Stadt München. Die jeweils zuständige Bewilligungs- und Vollzugsbehörde finden Sie hier.

Die Soforthilfe wird von der örtlich zuständigen Bewilligungsbehörde unmittelbar auf das Konto des Antragstellers überwiesen.

Es wird dringend gebeten, keine Förderanträge an das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zu schicken bzw. zu mailen.

 

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