31.10.2020Medienpräsenz

Deutscher Mittelstand warnt: Trump hat Vertrauen verspielt.


Marc Tenbieg: „Ohne den Trumpschen Protektionismus würden wir jetzt sicherlich über bessere Handelszahlen reden.“

Marc Tenbieg, Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) führte im Vorfeld der US-Wahl ein Interview mit ntv über die Auswirkungen der Außenpolitik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump: „Zunächst einmal ist Trumps Bilanz extrem ernüchternd. Ich wünsche mir daher, egal wer nun gewinnt, etwas mehr politische Ruhe und Gelassenheit sowie ein klares Bekenntnis zum transatlantischen Verhältnis."

Tenbieg erklärt weiter: "Trumps Problem ist die Nachhaltigkeit. Wie teuer hat er sich diesen Aufschwung erkauft? Steuerreform, America First-Außenhandelspolitik und die deutlich erhöhten Staatsausgaben brachten zwar kurzfristige Erfolge. Aber wie nachhaltig diese Effekte sind, bei all dem international verspielten Vertrauen - hinter diese Frage setze ich ein sehr großes Fragezeichen." Bei einem Wahlsieg Bidens erwartet er jedoch keine 180-Grad-Wende bei wirtschaftspolitischen Fragen: „Wirtschaftlich wird er [Biden Anm. d. Verf.] vielleicht an ein paar Stellschrauben drehen, aber nur in geringem Umfang, das deutet sich ja im Wahlkampf auch schon an. Was sich mit Biden aber ändern wird, ist der politische Stil!“, so Tenbieg.

 


Quellen- und Autorenangaben

Autor
Thomas Badtke

Quelle
ntv Online
Veröffentlichungsdatum: 31.10.2020
Link zum vollständigen Interview

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