20.07.2018Nachricht

EU bereitet sich auf mögliche US-Sonderzölle auf Autos vor

Handelskommissarin Cecilia Malmström hat gestern (20.07.2018) in Brüssel vor den Auswirkungen weiterer US-Sonderzölle auf europäische Importe wie Autos gewarnt. In ihrer Rede bei der Stiftung German Marshall Fund hob sie den möglichen Schaden hervor: "Der Versuch, die Verbindungen zwischen uns rückgängig zu machen, würde den Unternehmen, den Verbrauchern und den um diese Branchen herum entstandenen Gemeinschaften schaden. Das würde unseren Volkswirtschaften unermesslichen Schaden zufügen." Auf die Frage nach Gegenmaßnahmen der EU sagte Malmström, die EU arbeite an einer Liste an möglichen Ausgleichsmaßnahmen, sollten die USA tatsächlich Sonderzölle auf Autos und Autoteile erheben.

Malmström hielt die Rede im Vorfeld ihres Besuches gemeinsam mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nächsten Mittwoch (25.07.2018) in Washington. Präsident Juncker wird dabei mit Präsident Trump zusammentreffen.  

In ihrer Rede betonte Malmström erneut, dass die EU die geplanten US-Sonderzölle für nicht rechtmäßig halte. Malmström betonte zudem die uneingeschränkte grundlegende Bedeutung der Welthandelsorganisation für regelbasierten Handel, allerdings benötige das System neue Regeln. "Wir brauchen wir mehr Flexibilität bei den Verhandlungen. Die Art und Weise, wie die Verhandlungen in der WTO derzeit ablaufen, ist mangelhaft. […] Die Mitglieder sollten die Freiheit haben, sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorwärts zu bewegen und Kriterien zu verschiedenen Zeiten zu integrieren und zu erfüllen. Die Prüfung dieser Option würde es uns ermöglichen, in Schlüsselbereichen Fortschritte zu erzielen", sagte Malmström.


Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 20.07.2018

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