28.11.2017Nachricht

EU und Mercosur erzielen weitere Fortschritte über Handelsabkommen

In den Bereichen Marktzugang und Herkunftsbezeichnungen einigten sich beiden Seiten auf das Verbot von mengenmäßigen Einfuhrbeschränkungen und Vorschriften für Agrar- und Industrieprodukte. Einigungen wurden auch bei einigen Punkten wie etwa der Regionalisierung beim Tier- und Pflanzenschutz erzielt. Eine vollständige Übersicht über die Ergebnisse der Verhandlungen hat die EU-Kommission heute (28.11.2017) auf ihrer Website veröffentlicht.

Die 30. Verhandlungsrunde endete am 10. November in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia. Auf der Tagesordnung standen Beratungen über alle in dem Abkommen vorgesehenen Kapitel. Die EU-Kommission strebt ein ehrgeiziges und umfassendes Abkommen an und möchte dies so schnell wie möglich abschließen. Daher ist die nächste Verhandlungsrunde ab dem 29. November 2017 in Brüssel angesetzt.

Die EU verhandelt derzeit ein Handelsabkommen mit den vier Gründungsmitgliedern des Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) im Rahmen der Gesamtverhandlungen über ein biregionales Assoziationsabkommen. Venezuela ist seit 2012 Mitglied des Mercosur und Beobachter bei den Handelsverhandlungen, ist aber nicht an den Handelsverhandlungen beteiligt.

Die Europäische Union und Mercosur zählen zu den größten Märkten der Welt. Allein der Abbau von Zöllen wird europäischen Unternehmen Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe bringen.

Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 28.11.2017

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