29.03.2017Nachricht

Fuest fordert kooperative Brexit-Verhandlungen und Übergangsregelung zur Begrenzung der Brexit-Schäden

"Die derzeit geltenden Regeln für den Handel zwischen Großbritannien und der EU sollten auch nach 2019 für eine Übergangsfrist weiter gelten, damit genug Zeit ist, über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen zu verhandeln. Sonst drohen für Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals erhebliche Kosten, weil sie ihre eng verflochtenen Wertschöpfungsketten neu organisieren müssen", sagte er. "Deutschland hat ein großes Interesse daran, dass am Ende der Verhandlungen ein umfassendes Freihandelsabkommen bei Gütern und Dienstleistungen steht. Ansonsten könnte Deutschland zu einem Hauptverlierer des Brexit werden." Fuest befürchtet, dass es in den Austrittsverhandlungen zu unnötigem Streit kommt. Er fügte hinzu: "Es liegt im Interesse aller Beteiligten, einen Scheidungskrieg zu vermeiden und auch künftig eng zu kooperieren."

Quelle: CESifo Group München, Pressemitteilung vom 29.03.2017