Kurzprofil - Belgien

Das Königreich Belgien liegt in Westeuropa und grenzt nördlich an die Nordsee sowie an die Niederlande, im Südwesten an Frankreich und im Osten an Luxemburg und Deutschland. Die offiziellen Amtssprachen Belgiens sind Niederländisch, Französisch und Deutsch. Das Land ist EU-Gründungsmitglied und zudem seit 1999 Mitglied der Eurozone.

Belgien ist stark in die Weltwirtschaft integriert und hatte 2017 eine Außenhandelsquote (Summe aus Exporten und Importen in Relation zum BIP) von 169,1 %. Zu den wichtigsten Handelspartnern zählt neben den Niederlanden und Frankreich auch Deutschland. Die Struktur der belgischen Wirtschaft wird primär durch den Dienstleistungssektor bestimmt, der etwa 77 % des BIP ausmacht, während die verarbeitende Industrie nur noch 17 % des BIP darstellt. Wichtigste Wirtschaftszweige im industriellen Bereich sind die Pharmazie, die Chemie und die Nahrungsmittelindustrie. Eine Besonderheit Belgiens sind die hohen Arbeitskosten, die mit 41,70 Euro pro Stunde deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen und innerhalb der Union nur von Dänemark übertroffen werden. Damit ist Belgien ein klassisches Hochlohnland.

Überblick

EU-Mitglied seit: 1958

Hauptstadt: Brüssel

Einwohner: 11.413.000

BIP: 439 Mrd. Euro

BIP pro Kopf: 38.700 Euro

Arbeitslosenquote: 6,0 %

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirtschaft

Unternehmen: 576.851

Beschäftigte: 2.721.308

Wertschöpfung: 199,5 Mrd. Euro

Exportvolumen: 381,4 Mrd. Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelstand

Unternehmen: 575.938 (≙ 99,8 % aller Unternehmen)

  • Kleinstunternehmen: 94,4 %
  • Kleinunternehmen: 4,9 %
  • Mittlere Unternehmen: 0,7 %


Beschäftigte: 1.902.916 (≙ 69,9 % aller Beschäftigten)

  • Kleinstunternehmen: 49,0 %
  • Kleinunternehmen: 29,0 %
  • Mittlere Unternehmen: 22,0 %


Wertschöpfung: 124,1 Mrd. Euro (≙ 62,2 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung)

  • Kleinstunternehmen: 34,7 %
  • Kleinunternehmen: 37,2 %
  • Mittlere Unternehmen: 28,1 %


Exportanteil: 70 % des gesamten Exportvolumens