Kurzprofil - Estland

Die Republik Estland ist der nördlichste der drei baltischen Staaten und grenzt im Norden und Westen an die Ostsee, im Osten an Russland und im Süden an Lettland. Nach 50 Jahren sowjetischer Besatzung erlangte das Land erst im Jahr 1991 seine Unabhängigkeit wieder und strebt seitdem eine Westbindung an, die zum EU-Beitritt im Jahr 2004 und zum Beitritt der Eurozone im Jahr 2011 führte. In Estland lebt bis heute eine russische Minderheit, die etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes gehören Finanzdienstleistungen, Transport und Logistik, Telekommunikation sowie der Tourismus. Weit verbreitet ist die flächendeckende Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien bei Transaktionen zwischen staatlichen Institutionen und Bürgern; das sogenannte e-government. Hier ist Estland Vorreiter in Europa und führte unter anderem als erstes Land der Welt die Internetwahl ein, die bei den Kommunalwahlen im Oktober 2005 erstmals angewandt wurde.

Überblick

EU-Mitglied seit: 2004

Hauptstadt: Tallinn

Einwohner: 1.319.000

BIP: 24 Mrd. Euro

BIP pro Kopf: 18.000 Euro

Arbeitslosenquote: 5,0 %

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirtschaft

Unternehmen: 64.539

Beschäftigte: 417.311

Wertschöpfung: 10,5 Mrd. Euro

Exportvolumen: 12,9 Mrd. Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelstand

Unternehmen: 64.370 (≙ 99,7 % aller Unternehmen)

  • Kleinstunternehmen: 90,6 %
  • Kleinunternehmen: 7,8 %
  • Mittlere Unternehmen: 1,6 %

 

Beschäftigte: 325.404 (≙ 78 % aller Beschäftigten)

  • Kleinstunternehmen: 39,7 %
  • Kleinunternehmen: 30,5 %
  • Mittlere Unternehmen: 29,8 %

 

Wertschöpfung: 7,9 Mrd. Euro (≙ 75,0 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung)

  • Kleinstunternehmen: 35,4 %
  • Kleinunternehmen: 29,2 %
  • Mittlere Unternehmen: 35,4 %

 

Exportanteil: 71 % des gesamten Exportvolumens