Kurzprofil - Litauen

Die Republik Litauen ist das südlichste der drei baltischen Länder und grenzt im Norden an Lettland, im Osten an Weißrussland, im Süden an Polen, sowie im Westen an die russische Exklave Kaliningrad. Litauen ist seit 2004 Mitglied der EU und das jüngste Mitglied der Eurozone; der Beitritt erfolgte erst 2015. Die niedrigen Löhne (Mindestlohn 2017: 380 Euro/Monat) haben eine starke Migration von Litauern in andere EU-Länder, vor allem ins Vereinigte Königreich, bewirkt. Dadurch ist die litauische Bevölkerung zwischen 1990 und 2017 um mehr als 23 Prozent zurückgegangen.

Litauen setzt im besonderen Maße auf die Digitalisierung und hat eines der am besten ausgebauten Glasfasernetze Europas. Folglich spielt der Informations- und Telekommunikationssektor eine wichtige Rolle in der Wirtschaftsstruktur des Landes. Weitere führende Branche sind die verarbeitende Industrie, der Finanzdienstleistungssektor und die Immobilienbranche. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Litauens ist Russland, gefolgt von Deutschland, Polen und Lettland.

Überblick

EU-Mitglied seit: 2004

Hauptstadt: Vilnius

Einwohner: 2.888.558 

BIP: 39 Mrd. Euro

BIP pro Kopf: 13.500 Euro

Arbeitslosenquote: 8,1 %

 

 

 

 

 

 

 

Wirtschaft

Unternehmen: 157.121

Beschäftigte: 912.424

Wertschöpfung: 13,1

Exportvolumen: 22,6 Mrd. Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelstand

Unternehmen: 156.820 (≙ 99,8 % aller Unternehmen)

  • Kleinstunternehmen: 91,7 %
  • Kleinunternehmen: 7,0 %
  • Mittlere Unternehmen: 1,3 %


Beschäftigte: 695.446 (≙ 76,2 % aller Beschäftigten)

  • Kleinstunternehmen: 35,8 %
  • Kleinunternehmen: 33,1 %
  • Mittlere Unternehmen: 31,1 %


Wertschöpfung: 9,2 Mrd. Euro (≙ 70,3 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung)

  • Kleinstunternehmen: 24,7 %
  • Kleinunternehmen: 35,5 %
  • Mittlere Unternehmen: 39,8 %


Exportanteil: 39 % des gesamten Exportvolumens