Spanien

Das Königreich Spanien befindet sich auf der iberischen Halbinsel und grenzt im Norden an Frankreich und Andorra und im Westen an Portugal. Zum spanischen Staatsgebiet gehören neben dem Festland auch die Balearischen Inseln im Mittelmeer, die Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean und die beiden autonomen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika. Nach dem Ende der Franco Diktatur 1975 wurde in Spanien ein Demokratisierungsprozess eingeleitet, der im EU-Beitritt 1986 mündete. 1999 ersetzte das Land zudem die einheimische Währung Peseta durch die europäische Gemeinschaftswährung Euro. Spanien ist das EU-Land mit der höchsten Lebenserwartung: 2018 lag diese bei durchschnittlich 83,5 Jahren.[1]

Mit über 47 Millionen Einwohnern[2] und einem BIP von 1,2 Billionen Euro[3] ist Spanien nach Deutschland, Frankreich und Italien die viertgrößte Volkswirtschaft der EU. Nach mehreren Jahren mit negativen Wachstumsraten hat Spaniens Wirtschaft zuletzt wieder ein positives Wachstum verzeichnet. Trotzdem hat das Land noch immer die zweithöchste Arbeitslosenquote in der gesamten Union (13,6 Prozent) und eine Jugendarbeitslosigkeit von fast 31 Prozent (Feb. 2020).[4] In der Krise emigrierten deshalb tausende Spanier in andere EU-Länder. Die wichtigsten Wirtschaftssektoren sind die Kommunikations- und Informationstechnik, die metallverarbeitende Industrie, die Chemieindustrie, der Maschinenbau, die Baubranche und die Automobilinudstrie.[5] Eine tragende Säule der spanischen Wirtschaft ist auch der Tourismus, der 12,3 Prozent des BIP ausmacht. Etwa 2,6 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt mit dem Gastgewerbe in Spanien zusammen.[6]

Überblick

EU-Mitglied seit: 1986

Hauptstadt: Madrid

Einwohner: 47.329.981

BIP: 1.245,3 Mrd. Euro

BIP pro Kopf: 26.440 Euro

Arbeitslosenquote: 13,6 %
 

Wirtschaft

Unternehmen: 2.790.852

Beschäftigte: 12.194.639

Wertschöpfung: 513,9 Mrd. Euro

Exportvolumen: 297,9 Mrd. Euro

 

 

 

Mittelstand

Unternehmen: 2.787.483
(≙ 99,9 % aller Unternehmen)

Beschäftigte: 8.768.635
(≙ 71,9 % aller Beschäftigten)

Wertschöpfung: 315 Mrd. Euro
(≙ 61,3 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung)

Exportanteil: 51 % des gesamten Exportvolumens

Quellennachweise

Text
[1] Eurostat (2020): Lebenserwartung nach Alter und Geschlecht (Daten aus dem Jahr 2018).
[2] Eurostat (2020): Bevölkerung am 1. Januar (Daten vom 1. Januar 2020).
[3] Eurostat (2020): Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen - jeweilige Preise, Millionen Euro (Daten aus dem Jahr 2019).
[4] Eurostat (2020): Pressemitteilung: Arbeitslosenquote im Euroraum bei 7,3 % (Daten von Februar 2020).
[5] Germany Trade and Invest (GTAI) (2020): Branchencheck - Spanien (November 2019).
[6] Germany Trade and Invest (GTAI) (2020): Spaniens Tourismus eilt von Rekord zu Rekord.

Tabelle
Einwohner
Eurostat (2020): Bevölkerung am 1. Januar (Daten vom 1. Januar 2020).

Bruttoinlandsprodukt
Eurostat (2020): Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen - jeweilige Preise, Millionen Euro (Daten aus dem Jahr 2019).

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
Eurostat (2020): Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen - jeweilige Preise, Euro pro Kopf (Daten aus dem Jahr 2019).

Arbeitslosenquote
Eurostat (2020): Pressemitteilung: Arbeitslosenquote im Euroraum bei 7,3 % (Daten von Februar 2020).

Unternehmen, Beschäftigte, Wertschöpfung 
European Commmission (2019): SBA Fact Sheets 2019 - Spain, Seite 2.
(Schätzwerte für das Jahr 2018 von DIW Econ auf Grundlage der Werte 2008 - 2016 aus der Datenbank "Strukturelle Unternehmensstatistik" von Eurostat).

Exportvolumen
Eurostat (2020): Internationaler Handel der EU, des Euroraums und der Mitgliedsstaaten nach SITC Produktgruppen (Daten aus dem Jahr 2019).

Exportanteil Mittelstand 
Eurostat (2019): Shares by size class for exporting (goods) enterprises (Daten aus dem Jahr 2017).