23.03.2020Interview

DMB-Interview: Jörn Halbauer

"Made in Germany" ist ein international anerkanntes Gütesiegel. Die Leistungen deutscher Unternehmen werden weltweit geschätzt. Die tragende Säule der Wirtschaft, der Mittelstand – das sind motivierte Unternehmer/innen, Gewerbetreibende und Selbstständige, die sich ihrer unternehmerischen Verantwortung stellen. Der DMB hat sie gefragt, was sie antreibt und welche Hürden beseitigt werden müssen, um zukünftige Herausforderungen meistern zu können um weiter erfolgreich zu sein.


Der DMB freut sich auch auf Ihre Stimme für den Mittelstand – egal, ob Klein- oder Großunternehmer, egal, in welcher Branche Sie tätig sind.

"Überlegtes Handeln, sorgfältiges Abwägen von Chancen und Risiken und stets ein offenes Ohr für die eigenen Mitarbeiter sind wichtig, um Herausforderungen zu meistern."

Jörn Halbauer (birkle IT AG)

Unternehmerpersönlichkeiten prägen den deutschen Mittelstand maßgeblich. In welchem Bereich sind Sie unternehmerisch tätig? Bitte stellen Sie sich mit drei Sätzen kurz vor. 

Jörn Halbauer: Wir sind ein stark wachsendes Software-Unternehmen im Herzen von München und haben uns auf die Digitalisierung von Unternehmen spezialisiert. Wir helfen Unternehmen den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten. Der Fokus unserer täglichen Arbeit liegt dabei auf unseren drei Hauptsäulen, der Modernisierung von Softwaresystemen, Projekte im Bereich künstlicher Intelligenz und IT-Consulting bei unseren Kunden vor Ort. Mit unserer Leidenschaft für Softwareentwicklung und die ständige Umsetzung intelligenter Technologien sorgen wir für hohe Zufriedenheit bei unseren Kunden und Partnern.

Für seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung wird der „German Mittelstand“ weltweit geschätzt. Was macht für Sie den Mittelstand aus und warum ist er wichtig für Deutschland?

Der Mittelstand ist der Motor der deutschen Wirtschaft. Zum einen als Arbeitgeber von über 30 Millionen Menschen in Deutschland und zum anderen als wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Für mich sind die größten Stärken des Mittelstandes die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Als dynamisches und stark wachsendes IT-Unternehmen setzen wir tagtäglich mit unseren Kunden diese Stärken sowohl im Projektgeschäft als auch im Consultingbereich so um, dass für unsere Kunden der bestmögliche Nutzen garantiert und erzielt wird.

Qualität, Kreativität, Innovation und unternehmerische Verantwortung zeichnen mittelständische Unternehmen aus.  Was motiviert Sie, was treibt Sie an tagtäglich Ihre unternehmerische Verantwortung zu leisten?

Wir möchten dafür sorgen, dass unsere Kunden die Chancen der Digitalisierung erkennen und für sich nutzen. Dabei reizt es mich vor allem, mit unseren IT-Leistungen einen aktiven Beitrag zur Gestaltung der Zukunft vieler Unternehmen zu liefern, Teil einer jeden Erfolgsgeschichte zu sein und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen. Es ist schön zu sehen, wenn unsere Kunden u.a. durch digitale Produkterweiterungen, IT-Lösungen mittels künstlicher Intelligenz oder Data Warehouse-Implementierungen ihre Umsätze steigern können.

Krisen und Herausforderungen gehören ebenfalls zum Unternehmertum dazu. Welche Erfahrungen und Kompetenzen sind besonders wichtig, um in turbulenten Zeiten nicht unter zu gehen?

Der Fachkräftemangel stellt aktuell eine große Herausforderung dar. Als Unternehmer ist es wichtig, junge Menschen für unsere jeweiligen Fachbereiche und Spezialthemen zu begeistern und sich Zeit für ihre Weiterbildung zu nehmen. Daher haben wir zum Beispiel die birkle-Academy etabliert, um regelmäßig neueste Softwarethemen zu besprechen und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Unsere Kunden profitieren davon sehr, weil wir stets state-of-the-art Software entwickeln. Man muss wissen, dass sich inzwischen ca. alle zwei Jahre grundlegende Neuerungen - insbesondere im Bereich KI - ergeben. Überlegtes Handeln, sorgfältiges Abwägen von Chancen und Risiken und stets ein offenes Ohr für die eigenen Mitarbeiter sind wichtig, um Herausforderungen zu meistern.

Bürokratische Hürden, Steuerbelastungen oder finanzielle Fallstricke verkomplizieren den Geschäftsbetrieb. Welche Probleme und unternehmerischen Hürden muss die Politik am dringendsten angehen, damit der Mittelstand auch künftig erfolgreich sein kann? 

Die Wirtschaft wird in Zeiten der Globalisierung immer komplexer und schneller. Ich sehe einen dringenden Bedarf an zeitgemäßen, digitalen Prozessen und Lösungen in der öffentlichen Verwaltung. Estland, wo wir auch einen Standort haben, bietet gute Ansätze. Die Politik hat die Themen erkannt, jetzt geht es an die Umsetzung. Auch in der öffentlichen Verwaltung unterstützen wir bereits tatkräftig mit maßgeschneiderten Softwarelösungen. Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sind für die Wirtschaft und den Mittelstand von elementarer Bedeutung.

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