07.03.2024Praxistipp

Recruiting goes international!

Das Onboarding neuer internationaler Fachkräfte ist ein wichtiger Schritt bei der Integration in den Betrieb.

Das Portal „Make it in Germany“ ist eine wertvolle Ressource für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken und ihre internationalen Potenziale ausschöpfen möchten. Es bietet umfassende Informationen, praktische Unterstützung und eine individuelle Beratung zur Fachkräfteeinwanderung und -gewinnung.

Im Wettbewerb um die besten Talente stehen KMU angesichts des Fachkräftemangels vor der Herausforderung, mit großen Konzernen mitzuhalten. Auch wenn in der Presse über neue Gesetze zur Fachkräfteeinwanderung berichtet wird, sind viele KMU unsicher, wie sie in der Praxis vorgehen sollen – gerade, wenn es um spezifische Fragestellungen im Aufenthaltsrecht oder zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse geht.

Hier bietet das Portal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland „Make it in Germany“ Lösungen. In einem eigenen Bereich können Arbeitgeber sich informieren und so langfristig von den Vorteilen der Auslandsrekrutierung profitieren. Das zeigen auch die erfolgreichen Beispiele aus der Praxis – vom Industrieelektrik-Auszubildenden über die Pflegefachkraft bis hin zur IT-Spezialistin.

Was muss ich bei der Auslandsrekrutierung beachten?

Für eine erfolgreiche Auslandsrekrutierung ist eine gute Vorbereitung essenziell.Bereits vor der Stellenausschreibung und der Bewerbungsphase sollten Unternehmen klare Anforderungen definieren und überlegen, wie Sie ein internationales Publikum erreichen können. Arbeitgeber können ihre Stellenanzeigen beispielsweise in der „Make it in Germany“-Jobbörse veröffentlichen.

Unerlässlich ist es auch, sich frühzeitig mit den grundsätzlichen Visa- und Einreiseregeln für internationale Fachkräfte vertraut zu machen. Mit der Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes treten bis Juni 2024 schrittweise neue Regelungen und Erleichterungen in Kraft. "Make it in Germany” stellt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen bereit.

Wenn Fachkraft und Betrieb sich gefunden haben und Grundsatzfragen wie zum Beispiel die Visumsart geklärt sind, wird empfohlen, auch vor dem Arbeitsbeginn regelmäßig Kontakt zu halten. Dies kann die Bindung der Fachkraft im Ausland zum Arbeitgeber in Deutschland stärken – bereits vor der Einreise und während Wartezeiten. Auch praktische Fragen zur Arbeit oder zum Leben in Deutschland können so geklärt werden. Zentral ist beispielsweise das Thema Wohnungssuche. Wenn möglich, sollten Arbeitgeber die (angehende) Fachkraft auch bei solchen Alltagsthemen unterstützen.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, den betrieblichen Onboardingprozess um ein Konzept für die Integration von Mitarbeitenden aus dem Ausland zu ergänzen, beispielsweise durch Mentoringprogramme oder auch Sprachförderung.

Angebote für KMU auf „Make it in Germany”

„Make it in Germany“ ist ein Wegweiser durch den Prozess der Auslandsrekrutierung – vom Formulieren der Stellenanzeige bis zur Integration im Betrieb. Auf dem Portal finden sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Videos, Webinare, interaktive Tools und mehr. Eine erste Orientierung über die Möglichkeiten für Unternehmen und Ressourcen auf dem Portal bietet der Quick-Check für Arbeitgeber.

In der Rubrik „Gezielt Rekrutieren“ können Arbeitgeber sich über die verschiedenen Schritte im Rekrutierungsprozess sowie über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse informieren. Die Rubrik „Einreise und Beschäftigung“ gibt einen Überblick über verschiedene Visaoptionen und das beschleunigte Fachkräfteverfahren, welches die Verwaltungsverfahren verkürzen kann.

Wer erfahren möchte, wie eine Willkommenskultur im Betrieb etabliert werden kann, einen Deutschkurs organisieren möchte oder Tipps zur Unterstützung im Alltag sucht, kann die Rubrik „Erfolgreich integrieren“ besuchen. Dort ist auch die editierbare Willkommensmappe zu finden. Sie hilft beim Onboarding neuer internationaler Fachkräfte, indem sie alle wichtigen Informationen zum Start in Deutschland bündelt und Betriebe eigene Hinweise hinzufügen können.

Unter „Unterstützung finden“ werden unter anderem Dokumente zum Download (beispielsweise Broschüren, Checklisten und Überblicksgrafiken zu den Visaarten), Hinweise zu Webinaren und weiteren Veranstaltungen und der Newsletter gesammelt. Außerdem können mithilfe eines Tools regionale Anlaufstellen gefunden werden, die Unternehmen beraten. Vielleicht kommt auch ein passendes Projekt zur Fachkräftegewinnung aus dem Ausland in Frage, welches Unternehmen unterstützt und zum Beispiel eine Vorauswahl von Bewerberinnen und Bewerbern organisiert oder eine Ansprechperson für diese bereitstellt.

Hier geht es zu „Make it in Germany“

Möchten Sie mehr über die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland erfahren? Besuchen Sie www.make-it-in-germany.com/unternehmen. Unterstützung, die über die Inhalte auf dem Portal hinausgeht, können sich Interessierte über die Hotline (030 1815 – 1111) und das Kontaktformular von “Make it in Germany” oder bei einer Beratungsstelle in Ihrer Region holen.

Zahlreiche Erklärvideos sowie Erfahrungsberichte von Unternehmen und Fachkräften gibt es unter https://www.youtube.com/@MakeitinGermanycom. Sie können zudem dem „Make it in Germany“ LinkedIn-Kanal folgen und unseren Newsletter abonnieren, um regelmäßig informiert zu bleiben.

Mehr zu diesen Themen